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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Absatzflaute, Hauspreise und viele Sorgen

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am Mittwoch, 12.01.2022 - 17:16 (1 Kommentar)

In der zweiten Januarwoche tut sich wenig am Schweinemarkt. Die vorhandenen Schweine fließen offenbar ab, ohne dass sich Druck aufbaut. Ob das so bleibt, ist jedoch nicht sicher.

schweinepreise.

Größere Überhänge gibt es derzeit aber nicht, beobachtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN). Die Marktbeobachter der ISN verweisen in diesem Zusammenhang auch noch einmal auf den drastischen Bestandsabbau im vorigen Jahr, der offensichtlich mittlerweile für ein spürbar kleineres Angebot sorgt.

Wer aber nun gedacht hat, dass einige große Schlachter endlich den Preiskampf beenden, sieht sich entäuscht. "Die großen Schlachtunternehmen zahlen seit Wochen Hauspreise für vertraglich nicht gebundene Schweine“, stellt die ISN noch einmal fest. Der Fleischmarkt in Deutschland und Europa funktioniert offenbar noch lange nicht wieder normal.

Das bestätigt auch die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) in ihrem aktuellen Marktbericht. Dort heißt es: Der Fleischverkauf zeigte sich in der ersten Woche des Jahres noch relativ ruhig. Deshalb verharren die Preise mehrheitlich auf dem Niveau von Ende Dezember. In der kommenden Woche erhoffen sich Marktbeobachter mit dem Ende der Ferien wieder mehr Impulse. Deshalb sollten sich nach Meinung der VEZG mindestens unveränderte Preise durchsetzen lassen.

Doch es gibt noch ein anderes Problem am europäischen Markt: Der Drittlandexport läuft derzeit schleppend. Vor allem der Absatz nach China stockt. Dort sind die Preise ebenfalls abgestürzt, weil Schweinebestand und Schlachtung deutlich zugenommen haben.

Auch in den europäischen Nachbarländern bewegen sich die Preise Anfang Januar wenig. Die italienische Notierung ging entgegen dem stabilen europäischen Trend  jedoch zurück. Dort hat man bei Wildscheinen diese Woche ASP festgestellt.

Alles in allem zeigt sich, dass sich die Überhänge am Lebendmarkt mit länderspezifischen Unterschieden einigermaßen im Rahmen halten, sagt die ISN. Flaute herrscht zu Jahresanfang jedoch am gesamten europäischen Fleischmarkt und die Unsicherheit über die Auswirkungen des Omikron-Virus auf Restaurantöffnungen und die Fleischnachfrage sind unverändert hoch.

Schweinepreise weiter bei 1,23 Euro – und immer noch Hauspreise

Für den Zeitraum vom 13. Januar bis 19. Januar notierte die VEZG einen Schweinepreis von 1,23 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise damit erneut nicht verändert. Die Preisspanne wird nach unten jedoch größer – und liegt jetzt zwischen 1,20 und 1,25 Euro. Eigentlich kein gutes Zeichen. Weiterhin werden von einigen großen Schlachtunternehmen für vertraglich nicht gebundene Schweine Hauspreise von nur 1,20 Euro je kg gezahlt.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 261.200 Tieren rund 5 Prozent größere als in der regional um einen Schlachttag kürzeren vorigen Woche als nur 249.300 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,4 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein deutlich um 0,4 kg höheres Schlachtgewicht und deutet zusammen mit den steigenden Angebotszahlen eigentlich auf einen wieder etwas stärker ins Stocken geratenen Absatz hin. Möglicherweise ist das aber auch der schleppenden Ablieferung während der Feiertage geschuldet.

Ferkelpreise bei 23 Euro – Plus 1 Euro

Am deutschen Ferkelmarkt kann das verfügbare Angebot zügig abgesetzt werden. In der laufenden 2. Kalenderwoche des neuen Jahres steigen die Preise leicht an, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 10. Januar bis 16. Januar mit 23 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein leichtes Plus von einem Euro.

Schlachtsauen: Preise unverändert – Spanne schrumpft

Die Lage am deutschen Markt für Schlachtsauen entwickelt sich vornehmlich unverändert. Gleichbleibende Preise sind in der neuen Schlachtwoche die Folge, berichtet die VEZG. Für den Zeitraum vom 13. Januar bis 19. Januar wurde der Preis mit 0,63 Euro je kg SG angegeben.

Gegenüber der Woche wurde der Durchschnittspreis damit nicht verändert. Eine Preisspanne gab es diesmal nicht – was eher auf wieder wachsenden Preisdruck schließen, lässt, denn in der vorigen Woche reichte die Spanne noch bis 0,65 Euro.

 

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