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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Absturz mit Ansage – Schlachter setzten sich durch

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am Mittwoch, 14.07.2021 - 15:35 (Jetzt kommentieren)

Nun also doch: Die Schweinepreise geben deutlich nach. Die rote Seite setzt sich durch und damit offenbar diejenigen, die am Schweinmarkt derzeit am längeren Hebel sitzen.

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Denn mit ihren seit Wochen gezahlten Hauspreisen hatte die Schlachter die Preis-Notierung der VEZG ohnehin unterlaufen. Und nun ist es amtlich: Die Schweinepreise werden um 6 Cent auf 1,42 Euro je kg SG nach unten korrigieret. Die VEZG sagt dazu: „Zu Beginn der neuen Schlachtwoche üben maßgebliche Schlachtunternehmen sehr starken Druck auf die Schlachtschweinepreise aus. Trotz verhältnismäßig kleiner Angebotsmengen können Preisreduzierungen nicht mehr verhindert werden.“

Diese fatale Entwicklung hat auch schon die gestrige ISN-Auktion angedeutet. Dort war Auktionspreis um 4 Cent auf 1,45 Euro je kg Schlachtgewicht gefallen – nachdem es in der Auktion davor schon um 3 Cent nach unten ging. Außerderm wurden gerade einmal die Hälfte der angebotenen Schweine überhaupt gehandelt.

Das Problem ist weiterhin: Der stockende Absatz am "überversorgten" europäischen Fleischmarkt – denn eine Entlastung durch den enorm wichtigen Export fehlt weiterhin.

Die VEZG berichtet, dass bei der Nachfrage nach wie vor keine Impulse zu erkennen sind, sodass die Schlachter mit dem mengenmäßigen Absatz weiterhin unzufrieden sind. Allerdings scheinen sich die Preise, abgesehen vom Grillfleisch, auf dem sehr niedrigen Niveau zu stabilisieren.

Schweinepreise fallen um 6 Cent

Für den Zeitraum vom 15. bis 21. Juli notiert die VEZG einen Schweinepreis von 1,42 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit um 6 Cent gefallen.

Die Preisspanne lag zwischen 1,42 und 1,48 Euro – und zeigt, dass offenbar nicht alle Erzeugergemeinschaften mit der Preissenkung einverstanden waren.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war 3 Prozent größer als in der Vorwoche und wird mit 210.700 angegeben.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,2 kg gemeldet. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein Anstieg von 0,1 kg.

Ferkelpreise halten sich - erst einmal

Am deutschen Ferkelmarkt bleibt es bei einer insgesamt relativ ruhig verlaufenden Nachfrage. Das Angebot reicht gut zur Bedarfsdeckung aus.

Die Preise verbleiben in der laufenden 28. Kalenderwoche auf dem zuvor herabgesetzten Niveau, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 12. Juli bis 18. Juli mit 42 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein unveränderter Ferkelpreis.

Schlachtsauen: Preise geben 5 Cent nach

Das Angebot an Schlachtsauen fällt nicht zu umfangreich aus und findet vollständig seine Käufer. Die Preise geben infolge des vorherrschenden Preisdruckes der Schlachtunternehmen dennoch deutlicher nach, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 15. bis 21 Juli wurde der Preis mit 1,0 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor wurde der Durchschnittspreis damit um 5 Cent gesenkt. Die Preisspanne lag zwischen 0,99 und 1,05 Euro je kg SG.

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