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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Alles wird besser – aber es dauert noch

Die Schweinepresie bleiben stabil.
am Mittwoch, 22.07.2020 - 14:55 (Jetzt kommentieren)

Der Neustart bei Tönnies in Rheda macht sich auf doppelte Weise positiv bemerkbar.

Tönnies schlachte wieder Schweine.

Zum einen psychologisch, denn der immense Druck, der auf den Bauern lastete, weil sie nicht mehr wussten wohin mit den Schweinen, ist erst einmal vom Tisch. Noch wichtiger ist jedoch die „marktechnische“ Seite: Nämlich der möglichst rasche Abbau, der auf die Preise drückenden Angebotsüberhänge, in den deutschen und nordwesteuropäischen Schweineställen. Damit dürften Angebot und Nachfrage allmählich wieder besser ins Gleichgewicht kommen.

Die VEZG hat die Schweinepreise heute deshalb unverändert gelassen. Nach Einschätzung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) sind „am deutschen Schlachtschweinemarkt in einigen Regionen wieder ausgeglichene Angebots- und Nachfrageverhältnisse zu beobachten. In anderen Regionen fällt das Angebot für den bestehenden Bedarf der Schlachtunternehmen jedoch noch zu groß aus“.

Positive Signale kommen auch vom Fleischmarkt. Die VEZG berichtet: Im Fleischgeschäft hat sich die Stimmung in den letzten Tagen etwas beruhigt, was maßgeblich auf zwei Faktoren zurückzuführen ist. Auf der einen Seite trug die unveränderte VEZG-Notierung zu einer stabileren Lage bei. Auf der anderen Seite werden die Wetterbedingungen im gesamten Bundesgebiet in der kommenden Woche besser, was Grillaktivitäten mit sich bringt und die Nachfrage nach Fleisch ansteigen lässt.

Notierung weiterhin bei 1,47 Euro/kg

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 29. Juli einen Schweinepreis von 1,47 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise damit erneut nicht verändert. Eine Preisspanne gab es auch diesmal nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine wurde mit 281.000 Stück angegeben und war damit gut 1 Prozent größer als in der Vorwoche, als 277.300 Schweine angemeldet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,7 kg gemeldet. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein unverändertes Schlachtgewicht.

Ferkelpreise halten sich bei 39 Euro

Nach dem vorausgegangenen starken Rückgang der Ferkelpreise kann in der laufenden 30. Kalenderwoche mit gleichbleibenden Preisen gerechnet werden, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 20.07. bis 26.07.2020 mit 39 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche wurde der Ferkelpreis damit nicht verändert.

Sauenpreise ebenfalls unverändert

Das verfügbare Angebot auf dem Markt für Schlachtsauen fließt etwas besser ab als in den Wochen zuvor. Teilweise werden aber weiterhin gewisse Überhänge beobachtet. Die Preise verbleiben auf der bisherigen Basis, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 23. Juli bis zum 29. Juli 2020, wurde der Preis mit 0,78 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche hat sich der Durchschnittspreis damit gehalten. Die Preisspanne lag zwischen 72 und 78 Cent je kg.

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