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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Alles wird besser – nur nicht der Schweinepreis

Viele Schweine mit Tierkennzeichnung
am Mittwoch, 19.08.2020 - 15:07 (Jetzt kommentieren)

Das Angebot wird kleiner. Tönnies darf wieder exportieren. Die Preise ändern sich nicht.

„Das Angebot fällt in der neuen Schlachtwoche kleiner aus. Dem steht eine stetige Nachfrage der Schlachtunternehmen gegenüber“, berichtet die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG). Doch die Preise bleiben zunächst einmal stabil.

Auch in anderen europäischen Ländern bewegt sich wenig. Die Interessengemeinschaft Deutscher Schweinehalter (ISN) berichtet: Der europäische Schlachtschweinemarkt tritt weiter auf der Stelle.

Die Notierungen fallen in den EU-Mitgliedsländern mit wenigen Ausnahmen unverändert aus“. Gestützt wird der Markt auch durch die hohen Temperaturen. Diese sorgen für langsameres Wachstum und geringere Tageszunahmen bei den Schweinen. Doch die ISN merkt an: „Was in normalen Jahren üblicherweise zu einem knappen Angebot führte, hilft aktuell, den noch bestehenden Angebotsüberhang am Lebendmarkt abzubauen.

Tönnies darf wieder nach China exportieren

Ein Schwein inmitten von vielen Schweinen guckt in die Kamera

Positive Impulse kommen vom Export von Schweinefleisch nach China. Auch das deutsche Schlachtunternehmen Tönnies kann jetzt wieder Schweinefleisch aus Rheda-Wiedenbrück nach China liefern. Wegen der Corona-bedingten Schließung war der Standort vorübergehend für den China-Export gesperrt worden.

Das Unternehmen Tönnies bestätigte per Twitter, dass ab sofort wieder Schweinefleisch aus Rheda-Wiedenbrück nach China geliefert werden darf. Am deutschen Markt sollte dies für weitere Entspannung sorgen, denn die Lieferungen des größten europäischen Schlachthofs nach China sind nicht unerheblich.

Ungefähr die Hälfte der Produktion in Rheda-Wiedenbrück ist eigentlich für den Export bestimmt, schreibt die ISN. Ein großer Teil davon geht nach China, dessen Importbedarf sich weiter auf einem Rekordniveau bewegt.

Notierung des Schweinepreises unverändert bei 1,47 Euro/kg

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 20. August bis zum 26. August einen Schweinepreis von 1,47 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise damit erneut nicht verändert. Die Preisspanne bewegt sich zwischen 1,47 Euro und 1,50 Euro – und zeigt damit eine vorsichtig positive Tendenz an.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine wurde mit 242.500 Stück angegeben und war damit knapp 2 Prozent kleiner als in der Vorwoche, als 246.100 Schweine angemeldet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,6 kg gemeldet. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein Anstieg von 0,3 kg Schlachtgewicht.

Ferkelpreise weiterhin bei 39 Euro

Die Situation am Ferkelmarkt zeigt sich in der 34. Kalenderwoche ausgeglichen, sodass die Preise seitwärts tendieren, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 17.08 bis 23.08.2020 weiterhin mit 39 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche wurde der Ferkelpreis damit nicht verändert.

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