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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise brechen ein – minus 8 Cent

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am Mittwoch, 21.04.2021 - 15:03 (Jetzt kommentieren)

Die Schweinepreise stehen massiv unter Druck. Gründe sind die witterungsbedingt schwache Nachfrage nach Grillfleisch und der Lockdown der Gastronomie.

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Beides zusammen lässt sich kaum auffangen – zumal der extrem wichtige Export nach Asien weiterhin fehlt. Vor diesem Hintergrund haben etliche große Schlachter bereits im Vorfeld der Notierung erheblichen Preisdruck  ausgeübt, berichtet die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG).

Angesichts wieder größer gewordener Angebotsüberhänge nach Ostern und infolge der coronabedingt reduzierten Schlachtungen brechen die Schweinepreise deshalb deutlich ein. Das Problem hatte sich bereits bei der gestrigen Interetauktion der ISN angedeutet. Dort hatte von den angebotenen Schweinen keines einen Abnehmer gefunden.

Die VEZG stellt außerdem fest, dass die Preise jetzt auch im Fleischhandel deutlich nachgeben. Nach Ostern war die Nachfrage nach Edelteilen bereits rückläufig. Nun brachen die Preise für Kotelett um 11 Cent deutlich ein, berichte die VEZG. Auch die meisten anderen Artikel gaben zwischen 2 und 5 Cent nach.

Zwar war das Wetter zuletzt etwas besser, größere Grillaktivitäten fanden dennoch nicht statt. Auch der Beginn der Spargelsaison hat nicht die erhoffte Entlastung gebracht. Der Grund: Die geschlossene Gastronomie.

Vermarkter hoffen nun auf besseres Wetter, um Impulse für den Grillfleischabsatz zu bekommen und den Verkauf wieder anzukurbeln.

Schweinepreise rutschen auf 1,42 Euro ab

Für den Zeitraum vom 22. April bis zum 28. April meldet die VEZG einen Schweinepreis von 1,42 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung ist das ein heftiger Abschlag von 8 Cent. Die Preisspanne lag diese zwischen 1,40 und 1,45 Euro.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war nur geringfügig höher als in der Vorwoche und wird mit 239.000 angegeben. Das waren 3 Prozent mehr als in der Vorwoche abgerechnet wurden – nämlich 232.000.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 98,5 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche keine Veränderung.

Ferkelpreise notieren weiter bei 53 Euro

Ferkelpreise.

Am deutschen Ferkelmarkt stehen sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Die Preise entwickeln sich in der laufenden 16. Kalenderwoche fortgesetzt stabil, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 19. April bis 25. April mit 53 Euro je Stück angegeben. Das sind zur Vorwoche erneut unveränderte Preise.

Schlachtsauen: Preise um 6 Cent gesenkt

Das verfügbare Angebot auf dem Markt für Schlachtsauen fällt insgesamt zwar nicht umfangreich aus, doch reicht es aus die Nachfrage der Schlachtunternehmen zu decken, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 15. April bis zum 21. April, wurde der Preis mit 1,06 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor, wurde der Durchschnittspreis damit um 6 Cent nach unten gesetzt.

Die Preisspanne ist sehr groß – und liegt zwischen 1,02 Euro und 1,12 Euro.

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