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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Corona und Wetter bremsen Preisanstieg komplett aus

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am Mittwoch, 14.04.2021 - 14:30 (Jetzt kommentieren)

Die europaweit verschärften Corona-Maßnahmen bremsen den Preisanstieg aus. Außerdem fehlen witterungsbedingt die Impulse vom Grillfleischmarkt – und natürlich aus dem Export.

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Das Angebot an Schweinen reicht ohne Probleme für den Bedarf der Schlachter. Die infolge der Corona-Auflagen für die Gastronomie fortbestehenden Einschränkungen, bremsen den Fleischabsatz und verhindern eine weitere  und vor allem schnellere Erholung. Auch Grillwetter ist erst einmal nicht in Sicht. Damit reicht es erneut nur für unveränderte Schweinepreise. So bleibt die Lage für die Schweinehalter weiterhin angespannt.

Diese verfahrene Marktlage hat sich bereits bei der ISN-Auktion am Dienstag abgezeichnet: Dort sind die Schweine zwar zu stabilen Preisen mit 1,54 Euro gehandelt worden. Allerdings fanden erneut nur 40 Prozent der auf der Auktion angebotenen Schweine am Ende einen Abnehmer. Das zeigt, das die Nachfrage alles andere als flott ist.

Am Fleischmarkt gehen Preise für fast alle Teilstücke leicht zurück, berichtet die VEZG in ihrer Markteinschätzung. Vor allem Edelteile werden nach Ostern weniger nachgefragt, sodass hier die größten Abschläge hingenommen werden mussten, heißt es weiter. Hinzu kommt: Auch Grillartikeln wie Nacken und Schultern mussten zu schlechteren Preisen verkauft werden, denn das Wetter spielte einfach nicht mit.

Im Schnitt wurde der gesamte Schlachtkörper gute 2 Cent unter der Vorwoche verkauft, hat die VEZG ausgerechnet.

Schweinepreise halten die 1,50 Euro – Schweine erneut schwerer

Am deutschen Schlachtschweinemarkt fallen die Schlachtungen infolge coronabedingter Einschränkungen gebremst aus. Das nicht zu reichlich verfügbare Angebot kann dennoch weitgehend am Markt platziert werden. Die insgesamt ausgeglichene Marktlage dürfte fortgesetzt stabile Preise bedingen, berichte die VEZG in ihrer Markteinschätzung.

Für den Zeitraum vom 15. April bis zum 21. April meldet die VEZG einen Schweinepreis von 1,50 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit unverändert. Eine Preisspanne gab es auch diese Woche nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war nochmals höher als in der Vorwoche und wird mit 239.800 angegeben. Das waren 7 Prozent mehr als in der Vorwoche abgerechnet wurden – nämlich 223.500.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 98,5 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein weiterer Anstieg von 0,1 kg.

Ferkelpreise notieren weiter bei 53 Euro

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Am deutschen Ferkelmarkt findet das Angebot weiterhin vollständig und zügig seine Käufer. Die Preise entwickeln sich in der laufenden 15. Kalenderwoche fortgesetzt sehr stabil, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 12. April bis 18. April mit 53 Euro je Stück angegeben. Das sind zur Vorwoche unveränderte Preise.

Schlachtsauen: Preise bleiben bei 1,12 Euro

Wegen der coronabedingt eingeschränkten Schlachtungen reicht das Angebot an Schlachtsauen aus um den bestehenden Bedarf zu decken. Es wird weiter von unveränderten Preisen ausgegangen, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 08. April bis zum 14. April, wurde der Preis mit 1,12 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor, wurde der Durchschnittspreis damit nicht verändert.

Die Preisspanne ging jedoch deutlich auseinander – von 1,02 Euro bis 1,12 Euro.

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