Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Schweine- und Ferkelpreise

Schweinepreise: Corona lässt VEZG-Preis einbrechen

Schweine
am Mittwoch, 18.03.2020 - 15:14 (Jetzt kommentieren)

Der VEZ-Preis für Schlachtweine bricht wie befürchtet ein. Ursache ist der stockende Absatz am Binnenmarkt und im Export. Gleichzeitig hat das Angebot an Schweinen kräftig zugenommen. Ferkel werden ebenfalls zu nachgebenden Preisen gehandelt.

Die umfangreichen Anlieferungen schlachtreifer Schweine reichen gut aus, den Bedarf der Schlachtunternehmen zu decken. Die Schweinepreise geben daher in der neuen Schlachtwoche deutlich nach. Die Maßnahmen und gestörten Lieferketten rund um die Corona-Epidemie bremsen den Absatz der Schlachter. Das gilt für den Binnenmarkt ebenso wie für den Export.

Deshalb fällt die Nachfrage der roten Seite offenbar sehr viel verhaltener aus. Neben der Tatsache, dass sich der Absatz nach China weiterhin nur in überschaubarem Maße entwickelt, fallen nun auch Kunden aus Italien weg, wo die Wirtschaft zum großen Teil zum Erliegen kommt, berichte die VEZG.

Marktteilhemer berichteten bereits im Vorfeld der Notierung von teils erheblichen Preis-Abschlägen. Bei gleichbleibender Marktlage werden die Preise wohl auch in der kommenden Woche unter Druck stehen. Die Sorgen um weitere Absatzprobleme bestimmen den Markt.

Schweine

Nochmals kräftig nachgebende Schweinepreise in der neuen Schlachtwoche sind die Folge. Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 18. März bis zum 25. März einen Schweinepreis von 1,89 Euro je Indexpunkt.

Zur vorigen Notierung sind die Preise damit um weitere 7 Cent gefallen. Die Preispanne liegt zwischen 1,88 bis 1,90 Euro je Indexpunkt angegeben und ist damit kleiner als bei der vorigen Notierung.

Die Menge der zu Vermarktung angemeldeten Schweine lag bei 241.200 Stück und ist damit nochmals knapp 9 Prozent (!!)  größer als in der Vorwoche als 221.900 Schweine vermarktet wurden. Das durchschnittliche Schlachtgewicht wird mit 96,3 kg angegeben – das ist ein Minus von 0,1 kg zur Vorwoche.

Sauenpreise kommen auch unter Druck

Das Corona-Geschehen sorgt auch bei am Schlachtsauen für Verunsicherung. Die Nachfrage nach Verarbeitungsware entwickelt sich dennoch recht stetig. Das Schlachtsauen-Angebot findet vollständig seine Käufer. Preisschwächen werden dennoch nicht ausgeschlossen, berichte die VEZG.

Einen neuen  VEZG-Basis-Preis für Schlachtsauen hat die VEZG noch nicht veröffentlicht. Für den zurückliegenden Zeitraum vom 12. März bis zum 18. März 2020, wurde der Preis mit mit 1,57 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Vorwoche war das ein Rückgang von 4 Cent. Die Preisspanne lag zwischen 1,55 Euro und 1,58 Euro je kg SG. Die Zahl der vermarkteten Sauen ging indessen leicht zurück.

Ferkelpreise geben ebenfalls nach

Schweine

Ausgelöst durch die deutlichen Preisabschläge am Schlachtschweinemarkt geraten auch die Ferkelpreise unter Druck. Nachgebende Ferkelpreise sind in der aktuellen Woche die Folge, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) für den Zeitraum vom 16.03. bis 22.03.2020 wird mit 79,50 Euro je Stück angegebenen. Gegenüber der Vorwoche ist das ein Rückgang von 3,50 Euro.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...