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Schweinepreise: Das Drama am Schweinemarkt wird noch schlimmer

schweinetransport.
am Mittwoch, 06.10.2021 - 15:37 (1 Kommentar)

Auch wenn man es nicht glauben mag: Die Schweinepreise geben nochmals deutlich nach.

schweinepreise.

Um weitere 4 Cent ging es unter dem massiven Druck der Schlachter mit den Preisen nach unten. Viele Schweinehalter wissen nicht mehr aus noch ein - sie stehen ökonomisch gesehen mit dem Rücken zur Wand.

Doch eine schnelle Lösung der schweren Absatz- und Preiskrise ist nicht in Sicht. Denn auch aus anderen europäischen Ländern wird über stockenden Absatz und fallende Preise berichtet – auch wenn die Notierungen bis auf wenige Ausnahmen – nicht so weit unten sind wie hierzulande.

Die ISN berichtet: Die Notierungen sind in den verschiedenen EU-Mitgliedsländern zwischen 1 und 5 Cent gefallen. Das Lebendangebot nimmt saisonal bedingt jedoch zu. Gleichzeitig ist der europäische Fleischmarkt durch die schwächere und preislich deutlich schlechtere Nachfrage aus China überreichlich versorgt.

„Dadurch wird der Fleischmarkt mit Angeboten aus den exportstarken Ländern, allen voran aus Spanien, geflutet“, stellt die ISN fest. In Spanien setzte der Preisrückgang für Schlachtschweine demzufolge die 16te Notierung hintereinander fort. Noch im Juni hatten die Schweinepreise auf der iberischen Halbinsel bei 1,90 Euro je kg SG gelegen.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften erklärt den deutschen Preisrückgang so: „Am deutschen Schlachtschweinemarkt geht das Angebot über die bestehende Nachfrage der Schlachtunternehmen hinaus. Dem Preisdruck der Schlachtunternehmen kann nicht ausgewichen werden.“

Auch im Fleischgeschäft zeigten sich im Verglich zur Vorwoche bei einigen Artikeln nochmals leichte Rückgange, heißt es weiter. Für die kommende Woche ist der Ausblick maximal gleichbleibend.

Schweinepreise fallen um 4 Cent auf 1,20 Euro

Für den Zeitraum vom 07. Oktober bis 13. Oktober notiert die VEZG einen Schweinepreis von 1,20 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben die Preise damit nochmals um 4 Cent nachgegeben. Die Preisspanne bleibt relativ groß – und liegt zwischen 1,20 und 1,25 Euro.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 286.400 nochmals gut 1 Prozent größer als in der Vorwoche mit 284.000 Tieren.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,3 kg gemeldet. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein weiterer Anstieg von 0,1 kg und deutet auf einen weiter wachsenden Angebotsstau bei Schweinen hin.

Ferkelpreise unverändert auf Rekordtief

Am deutschen Ferkelmarkt ändert sich die Lage nicht. Die Preise verbleiben auch in der laufenden 40. Kalenderwoche unverändert auf sehr niedrigem Niveau, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 04. Oktober bis 10. Oktober mit 20 Euro je Stück angegeben.

Das ist zur Vorwoche ein unverändert niedriger Preis.

Schlachtsauen: Preise noch weiter auf Talfahrt

Das am Markt für Schlachtsauen verfügbare Angebot bleibt umfangreich und geht über die ruhig verlaufende Nachfrage hinaus. Weitere Preisabschläge können nicht verhindert werden, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 07. Oktober bis 13. Oktober wurde der Preis nur noch mit 0,60 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche wurde der Durchschnittspreis damit um weitere 5 Cent gesenkt.

Die Preisspanne lag zwischen 0,60 und 0,63 Euro je kg SG.

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