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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise halten sich – mit Ach und Krach

schweinetransport.
am Mittwoch, 28.04.2021 - 15:07 (Jetzt kommentieren)

Die Schweinepreise können sich halten – mehr aber auch nicht. Denn vom Fleischmarkt geht weiterhin erheblicher Preisdruck aus.

schweinepreise.

Das Angebot an Schweinen ist jedoch kleiner als in der Vorwoche. Das stabilisiert den Markt. Doch ohne weitere Impulse dürfte es eng werden. Zunächst einmal stehen sich Angebot und Nachfrage am deutschen Schlachtschweinemarkt wieder ausgeglichener gegenüber, berichtet die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG). Die Preise stabilisieren sich deshalb auf der zuvor erreichten Basis.

Dieses fragile Marktgleichgewicht hatte sich bereits bei der gestrigen Internetauktion der ISN angedeutet. Dort hatten erstmals seit langem wieder alle angebotenen Schweine einen Abnehmer gefunden. Der Auktionspreis lag bei 1,46 Euro je kg Schlachtgewicht und damit ebenso hoch wie in der Vorwoche – jedoch 8 Cent niedriger als vor knapp zwei Wochen.

Das Problem ist jedoch: Am Fleischmarkt ließen sich auch in der laufenden Woche keine stabilen Preise erzielen, berichtet die VEZG. Der Grund: Die Nachfrage aus dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) ist seit Ostern rückläufig. Das führt dazu, dass die Verkaufspreise weiter nachgeben. Über alle wichtigen Teilstücke hinweg beobachtet die VEZG einen Preisrückgang von 8 Cent.

Verantwortlich dafür sind:

  1. Das eher durchwachsene und kühle Wetter, das weiterhin Grillaktivitäten verhindert.
  2. Der anhaltende Lockdown belastet die Nachfrage aus der Gastronomie spürbar.
  3. Der Start in die Spargelsaison läuft wetterbedingt ebenfalls holprig. Das wird sich angesichts der Wetterprognosen wohl nicht so schnell ändern.

Schweinepreise unverändert bei 1,42 Euro

Für den Zeitraum vom 29. April bis 5. Mai meldet die VEZG einen Schweinepreis von 1,42 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise damit nicht verändert. Die Preisspanne lag diese Woche zwischen 1,42 und 1,45 Euro und zeigt tendenziell eher etwas nach oben.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war kleiner als in der Vorwoche und wird mit 228.600 angegeben. Das waren knapp 4 Prozent weniger als für die Vorwoche abgerechnet wurden – nämlich 237.300.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 98,2 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein recht deutlicher Rückgang von 0,3 kg.

Ferkelpreise geben deutlich nach

ferkelpreise.

Ausgelöst durch den starken Preisrückgang am Schlachtschweinemarkt war die Nachfrage am deutschen Ferkelmarkt vielfach sehr ruhig. Die Preise geben in der laufenden 17. Kalenderwoche nach, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 26. April bis 02. Mai mit 49,50 Euro je Stück angegeben.

Das ist zur Vorwoche ein deutlicher Preisrückgang von 3,50 Euro.

Schlachtsauen: Der Druck hält an

Das verfügbare Angebot auf dem Markt für Schlachtsauen fällt insgesamt zwar nicht umfangreich aus, doch reichen die Mengen gut aus, um die ruhige Nachfrage zu decken. Seitens der Schlachtunternehmen werden erneut Preisreduzierungen eingefordert, welche nicht vollständig zu verhindern sind, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 21. bis 28. April wurde der Preis mit 1,05 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor wurde der Durchschnittspreis damit nicht verändert.

Die Preisspanne ist deutlich kleiner als in der Vorwoche und liegt zwischen 1,00 Euro und 1,05 Euro. Sie zeigt damit eher nach unten.

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