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Schlachtschweinemarkt

Schweinepreise in der ISN-Auktion deutlich erholt

Schweine im Stall
am Freitag, 22.05.2020 - 13:40 (Jetzt kommentieren)

Bei der heutigen Auktion der Schweinebörse haben sich die durchschnittlichen Erlöse nach dem Crash der Vorwochen deutlich erholt.

Wie die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Wirtschafts-GmbH mitteilte, wurden heute alle acht angebotenen Partien mit zusammen 1.288 Schweinen verkauft. Dabei kletterte der Durchschnittspreis im Vergleich zur Auktion am Dienstag um 7 Cent auf 1,75 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Die Spanne reichte von 1,725 Euro bis 1,795 Euro.

Nach Einschätzung der ISN hat sich das Blatt am Schweinemarkt wieder gewendet. Der Markt hat sich gefangen und stabilisiert sich weiter. Die Erlöse konnten sich von dem Tiefstand von 1,68 Euro zu Beginn der Woche lösen. Davor hatte die ISN die Versteigerung sogar kurzfristig ausgesetzt, nachdem die Auktionserlöse seit Anfang April innerhalb von vier Wochen um rund 12 Prozent eingebrochen waren.

Westfleisch fährt die Produktion in Coesfeld wieder hoch

Experten begutachten die Einhaltung der Hygienevorschriften bei Westfleisch in Coesfeld

Das Unternehmen Westfleisch fährt in Coesfeld die Produktion schrittweise wieder hoch. Der Standort war wegen einer Häufung von Corona-Infektionen unter den Angestellten vorübergehend eingestellt worden. Heute liefen die Schlachtbänder mit 30 Prozent der normalen Kapazität wieder an.

Im Normalbetrieb schlachtet Westfleisch in Coesfeld rund 9.000 Schweine am Tag. Behördenvertreter hatten die Einhaltung aller Corona-Hygienevorschriften begutachtet und grünes Licht gegeben. Carsten Schruck, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Westfleisch SCE, sagte: „Das ist ein ganz wichtiges Zeichen für alle unsere Mitarbeiter und auch für die vielen Landwirte, die nun wieder die kurzen Wege zu unserem Betrieb nutzen können.“

Volle Ställe in Italien

Während der Markt in Deutschland offenbar einen Boden gefunden hat, ist die Situation in Italien nach Darstellung des Schlachtunternehmens Tönnies derzeit noch problematisch. Dort ist die Nachfrage nach Schweinefleisch wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie gesunken. Exporte können den Überschuss nicht auffangen, da zu wenige Betriebe eine Exporterlaubnis beispielsweise nach China besitzen.

Schlachthöfe und Verarbeiter haben ihre Aktivitäten kurzfristig heruntergefahren. Rund 200.000 Schweine wurden daher in Italien nicht geschlachtet, während zugleich die Kosten für das Tierfutter anstiegen. Die Ställe sind überfüllt, die Situation spitzt sich zu.

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