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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: ISN-Auktion spiegelt hohen Preisdruck

Schweine
am Freitag, 17.04.2020 - 12:18 (Jetzt kommentieren)

Der Druck der großen Schlachter auf die Schweinepreise ist hoch.

Ab Donnerstag zahlen einige große Unternehmen nur noch Hauspreise, die rund 4 Cent unter dem VEZG-Preis vom Mittwoch liegen, berichten Händler und Schweinemäster. Diese Entwicklung schlägt sich auch bei der aktuellen ISN-Auktion nieder.

Die Preise gehen auch auf der Auktion weiter zurück – und wie von Markteilnehmern zu erfahren war, planen weitere Schlachter für die neue Woche ebenfalls Hauspreise – wenn sich die Absatzlage und der offenbar anhaltende Preisdruck am Fleischmarkt nicht grundlegend ändern.

Dabei sind Schlachtschweine eigentlich weiterhin nicht reichlich und werden von allen Schlachtern gerne abgenommen. Die Probleme kommen aber offenbar von den rückläufigen Fleischpreisen und der bislang hinter den Erwartungen zurückbleibenden Grillfleischnachfrage. Das ist aber vielleicht in Zeiten sehr eingeschränkter Außenaktivitäten der Menschen und hoher Kontaktauflagen kein Wunder.

Chinas Importboom kommt noch nicht an

Schweinemast

Die ISN berichtet zudem, dass die Schweine-Schlachtungen und die Verarbeitung in Italien durch die Corona-Auflagen um etwa 30 Prozent reduziert sind. Auch in Spanien sind die Schlachtungen erheblich eingeschränkt. Verantwortlich dafür sind offenbar auch die fehlenden Mitarbeiter.

Der deutliche Anstieg der chinesischen Importe hat sich bislang noch nicht positiv auf die Nachfrage und die Preise in Europa ausgewirkt. Die chinesischen Behörden berichteten jedenfalls, dass sich die Schweinefleischimporte ins Reich der Mitte im März gegenüber dem Vorjahr verdreifacht haben.

Gleichzeitig bedeuten die März-Einfuhren ein neues monatliches Rekordvolumen. Im gesamten ersten Quartal 2020 importierten die Chinesen 951.000 Tonnen Schweinefleisch, dass war fast doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Preise geben um 3 Cent nach

ISN-Auktionspreis

Am heutigen Freitag gaben die Preise auf der ISN- Auktion erneut nach und auch dieses mal fanden nicht alle angebotenen Schweine einen Abnehmer. Zu weit lagen offenbar die Preisvorstellungen beider Seiten auseinander.

Bei der Auktion der Internet-Schweinebörse am Freitag, den 17. April 2020, wurden die Schweine im Durchschnitt zu einem Preis von 1,86 Euro je kg SG gehandelt. Damit ist die Notierung im Vergleich zur vorigen Auktion um weitere 3 Cent zurückgegangen. Die Preisspanne der gehandelten Schweine lag zwischen 1,86 Euro und 1,87 Euro.

Auf der Auktion wurden 1.310 Schweine in 8 Partien angeboten. Davon wurden 630 Schweine in 4 Partien auch verkauft. Damit fanden knapp 50 Prozent der angebotenen Schweine einen Abnehmer.

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