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Schweinemarkt

Schweinepreise: ISN-Auktion zeigt ein fragiles Gleichgewicht

Schweine
am Freitag, 27.03.2020 - 10:36 (Jetzt kommentieren)

Die Schweinepreise notieren bei der ISN-Auktion am Freitag ganz leicht im Plus. Die ISN selbst spricht in ihrer Markteinschätzung von einem ausgeglichenen Markt.

Schweinehälften hängen im Schlachthof

Offenbar passen Angebot und Nachfrage nach den Turbulenzen der vorigen Woche wieder besser zusammen. Das hatte auch schon die unveränderte VEZG-Notierung am Mittwoch gezeigt. Dabei profitierte der Schweinemarkt möglicherweise auch noch etwas von den jüngsten Hamsterkäufen der Konsumenten. Diese hatten vor allem längere haltbare Fleisch- und Wurstwaren in größeren Mengen eingekauft oder frische Ware eingefroren. Hier hat sich Lage aber wieder etwas normalsiert.

Doch vorbei ist die Krise noch lang nicht: Der Versandhandel mit  Schweinehälften und Fleisch innerhalb der Europäischen  Union dürfte nämlich wegen der immer stärkeren Sperr- und Quarantänemaßnahmen immer schwieriger werden. Dasselbe gilt auch für den Transport lebender Schweine und wohl auch für die Arbeitskräftesituation in den Schlachthöfen und bei den Transportunternehmen.

Personal fehle den Schlachtern insbesondere an den Zerlegebändern, heißt es. Dabei geht es vor allem um die Mitarbeiter aus Osteuropa, denn diese kommen nicht mehr über die Grenze oder haben Angst vor einer Ansteckung mit Corona. Zum anderen müssen viele Frauen zu Hause bleiben, um die Betreuung der Kinder zu sichern. Viele Schlachter können die Bänder wegen der Personalknappheit deshalb nicht mehr richtig auslasten.

Preise bewegen sich seitwärts

ISN-Auktionspreis

Am heutigen Freitag fanden erneut alle angebotenen Schweine auch einen Abnehmer. Gleichzeitig hat sich die Preispanne bei den gehandelten Schweinen wieder etwas verringert – was auf eine relativ einheitliche Einschätzung der Marktlage von Käfern und Verkäufern schließen lässt. Bei der Auktion der Internet-Schweinebörse am Freitag, den 27. März 2020, wurden die Schweine im Durchschnitt zu einem Preis von 2,0 Euro je kg SG gehandelt.

Damit ist die Notierung im Vergleich zur vorigen Auktion um 1 Cent gestiegen. Die Preispanne der gehandelten Schweine lag zwischen 1,98 Euro und 2,03 Euro und war damit knapp 3 Cent kleiner als beim vorigen Mal. Auf der Auktion am Freitag wurden 1.490 Schweine in 11 Partien angeboten. Davon wurden im Rahmen der Auktion alle 1.490 Schweine auch verkauft. Damit fanden 100 Prozent der angebotenen Schweine einen Abnehmer.

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