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Schweinemarkt

Schweinepreise: ISN setzt Preisfindung aus

Schweine
am Dienstag, 17.03.2020 - 12:47 (Jetzt kommentieren)

Die Auktionen der Internet-Schweinebörse fallen wegen der Corona-Krise bis auf Weiteres aus, teilt die ISN mit. Das Coronavirus stellt die Vermarktung und Preisfindung vor große Herausforderungen.

Die derzeitigen Grenzschließungen betreffen den Transport von lebenden Tieren und auch Ferkelimporte nicht. Die Dynamik der Ereignisse lässt eine Markt-Vorausschau jedoch kaum zu, teilte die ISN mit. Das Landwirtschaftsministerium (BMEL) teilte mit, dass es für den grenzüberschreitenden Transport von Tieren und tierischen Erzeugnissen aktuell keine tierseuchenrechtlichen Beschränkungen gibt. Das heißt: Lebensmitteltransporte und die Ferkelimporte sind weiter möglich.

Trotzdem stellt die Corona-Krise den Schweinefleischsektor vor große Herausforderungen. Dazu gehört neben den logistischen Problemen auch das Wegbrechen des Außer-Haus-Verzehrs in Restaurants. Gleichzeitig nimmt bei bestimmten lagerfähigen Lebensmitteln der Konsum durch "Hamsterkäufe" und Mehrverbrauch zu. Die Dynamik der Ereignisse lässt eine Marktvorschau deshalb kaum zu, teilt die ISN mit.

Die Gute Nachricht: Die ISN stellt fest, „dass sich die Vermarktungssituation beim Export von Schweinefleisch in den asiatischen Raum bereits wieder zu entspannen scheint“. Das könnte wieder etwas Druck von Markt nehmen. Denn sonst sind Panikreaktionen  bei den Preisen – ähnlich wie in anderen Bereichen der Wirtschaft zu befürchten.

Schlachter drücken auf die Preise

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Der europäische Schlachtschweinemarkt gerät in Folge der Corona-Epidemie und den damit verbundenen Maßnahmen unter Druck . Bis auf wenige Ausnahmen geben die Notierungen für Schlachtschweine in Europa nach. In Deutschland erhöhten einige Schlachtunternehmen den Druck auf die Preise, schreibt die ISN. Obwohl die Preise zuletzt 6 Cent gefallen sind wird auch über Hauspreise diskutiert.

Ähnlich wie in Deutschland brechen die Schweinepreise auch in den Niederlanden, Dänemark, Belgien und Österreich ein. Die Verunsicherung bei Schweinemästern – aber offenbar auch bei den Schlachtunternehmen- ist jedenfalls groß.

Die ISN stellt fest: Die derzeitigen Corona-Maßnahmen beeinflussen bisher vor allem die Logistik. Die Schlachtbetriebe arbeiten dem Vernehmen bislang noch störungsfrei. Dennoch wachsen die Sorgen vor allem hinsichtlich der Verfügbarkeit des Personals für Schlachtung und Verarbeitung.

Mit Material von Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN)

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