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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Dem Markt geht der Treibstoff aus - ersteinmal

Schweine.
am Mittwoch, 24.03.2021 - 14:39 (Jetzt kommentieren)

Die Schweinepreise bleiben unverändert. Der Grund: Die Fleischpreise steigen nicht so schnell mit. Doch das kann sich bald ändern.

Schweinepreise.

Die Schweinepreise sind auch diese Woche nicht weiter gestiegen. „Große Schlachtunternehmen haben eine Fortsetzung des rasanten Preisanstiegs ausgebremst", berichtet die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN). Begründet haben die Schlachter die Preisbremse damit, dass sich die Preise in diesem Tempo im Fleischverkauf nicht umsetzen ließen.

Das hatte sich bereits bei den letzten ISN-Auktionen angedeutet: Dort waren die Schweinepreise Ende der vorigen Woche zunächst um 9 Cent auf 1,55 Euro je kg Schlachtgewicht zurückgegangen. Am gestrigen Dienstag hat sich der Auktionspreis dann nicht weiter verändert – und blieb bei 1,55 Euro.

Ähnliche Entwicklungen gab es auch in unseren Nachbarländern. Auf die ins Stocken geratene deutsche Notierung reagierten die Preise in den meisten anderen EU-Ländern ebenfalls mit einer Seitwärtsbewegung. Die zuletzt relativ verhaltene Ablieferbereitschaft der Mäster nahm zuletzt allerdings wieder zu, berichtet die ISN.

Dennoch werden Angebot und Nachfrage von der ISN und auch von der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) als relativ ausgeglichen eingeschätzt.

Dabei wird auch die Fleischnachfrage weiterhin als relativ stabil beurteilt. Dazu trägt der gute Export einiger Länder nach China – und zuletzt offenbar auch nach Japan bei.

Schweinepreise: Unverändert bei 1,50 Euro

Die zuletzt etwas umfangreicher ausfallenden Angebotsmengen am deutschen Schlachtschweinemarkt finden trotz teilweise coronabedingt reduzierter Schlachtungen vollständig ihre Käufer, so die VEZG in ihrer Markteinschätzung.

Für den Zeitraum vom 25. bis 28. März meldet die VEZG einen Schweinepreis von 1,50 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Kurse damit unverändert. Eine Preisspanne gab es auch diese Woche nicht.

Die Zahl der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war erneut etwas höher als in der Vorwoche und wird mit 232.400 angegeben. Das waren gut 5 Prozent mehr als in der Vorwoche, als 221.300 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 98,1 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein weiterer Rückgang von 0,2 kg.

Ferkelpreise steigen nochmals leicht - auf 53 Euro

Ferkelpreise.

Das Ferkelangebot aus dem In- und Ausland fällt weiterhin klein und nicht vollständig bedarfsdeckend aus. Weiter ansteigende Preise sind in der laufenden 12. Kalenderwoche die Folge, erläutert die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 22. bis 28. März mit 53 Euro je Stück angegeben. Das ist ein weiteres moderates Plus zur Vorwoche von 2 Euro.

Schlachtsauen: Preis unverändert bei 1,12 Euro

Das nicht zu umfangreiche Schlachtsauen-Angebot findet vollständig seine Käufer. Von stabilen Preisen wird in der neuen Schlachtwoche ausgegangen, so die VEZG.

Für den Zeitraum vom 18. bis zum 24. März wurde der Preis mit 1,12 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor wurde der Durchschnittspreis damit nicht verändert.

Die Preisspanne bewegt sich von 1,12 bis 1,17 Euro je kg SG und liegt deutlich über dem Preismittel.

Mit Material von VEZG und ISN

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