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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Markterholung kommt ins Stocken

schweine.
am Mittwoch, 17.03.2021 - 14:58 (Jetzt kommentieren)

Die Preiserholung kommt zum Stillstand. Die Gründe: Steigende Corona-Infektionen – und fehlendes Grillwetter.

schweinepreise.

Nach der starken Preiserholung der letzten drei Wochen von rund 30 Cent – kommt die Erholung zunächst einmal zum Stillstand. Die heute Preisnotierung der VEZG lässt den Schweinepreise unverändert bei 1,50 Euro je kg.

Das hatte sich bereits bei der gestrigen ISN-Auktion angedeutet: Dort waren die Schweinepreise um 1 Cent auf jetzt 1,64 Euro je kg Schlachtgewicht zurückgegangen. Außerdem fanden nur knapp die Hälfte der angebotenen Schweine auch einen Abnehmer. Möglicherweise hat der Preis damit zunächst einmal einen vorläufigen Höhepunkt erreicht.

Weitere Impulse aus dem Einzelhandel – also vor allem Grillwetter - aber auch aus der Gastronomie sind wahrscheinlich nötig, um den Preisanstieg fortzusetzen. Nicht zu vergessen natürlich: Der für den europäischen Markt enorm wichtige Export nach China.  

Länder, die ins Reich der Mitte liefern können, – und zum Teil deutsche Marktanteile übernommen haben, - zahlen besonders hohe Schweinpreise, wie etwa Spanien.

Aus Spanien meldet die Interessengemeinschaft der Schweinhalter (ISN) die mit Abstand höchsten Preise im europäischen Preisgefüge mit korrigierten 1,79 Euro/kg SG. Die niedrigsten Preise werden weiterhin in Belgien gezahlt, mit korrigierten 1,38 Euro/kg.

Sorgen wegen steigenden Infektionen – Fleischpreise im Plus

Zwiespältig sind die Einschätzungen im Hinblick auf die innergemeinschaftlichen Nachfrage, berichtet die ISN. Zum einen bereiten sich die Unternehmen der Fleischwirtschaft auf Ostern und die Grillsaison vor.

Auf der anderen Seite führen die in Deutschland und anderen europäischen Ländern wieder steigenden Corona-Infektionszahlen für Verunsicherung. Dabei geht es sowohl um die notwendige Öffnung der Gastronomie als auch um die wieder wachsende Gefahr von Infektionen bei Schlachthofmitarbeitern, berichtet die ISN.

Dennoch war die Nachfrage am Fleischmarkt bis zuletzt sehr gut, berichtet die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG). Die Fleischpreise haben spürbar von dem kräftigen Anstieg der Schweinepreise profitiert und zuletzt im Schnitt um etwa 9 Cent zugelegt.

Schweinepreise: Unverändert bei 1,50

Das zu Beginn der neuen Schlachtwoche verfügbare Angebot fällt wieder etwas umfangreicher aus als zuvor und trifft auf eine etwas ruhiger verlaufende Nachfrage der Schlachtunternehmen. Die damit insgesamt ausgeglichenen Marktverhältnisse bedingen unveränderte Schweinepreise, berichte die VEZG in ihrer Markteinschätzung.

Für den Zeitraum vom 18. März bis zum 24. März meldet die VEZG einen Schweinepreis von 1,50 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit unverändert. Eine Preisspanne gab es diese Woche nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war geringfügig höher als in der Vorwoche und wird mit 221.300 angegeben. Das waren gut 2 Prozent mehr als in der Vorwoche als 216.600 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 98,3 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein Rückgang von 0,2 kg.

Ferkelpreise steigen weiter - auf 51 Euro

Ferkepreise.

Am deutschen Ferkelmarkt reicht das verfügbare Angebot weiterhin nicht aus, die bestehende Nachfrage zu bedienen. Die Ferkelpreise steigen in der laufenden 11. Kalenderwoche entsprechend weiter an, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 15. März bis 21. März mit 51 Euro je Stück angegeben. Das ist ein erneutes Plus zur Vorwoche von 6 Euro.

Schlachtsauen: Plus 12 Cent auf 1,12 Euro

Der Abverkauf von Schlachtsauen entwickelt sich fortgesetzt problemlos. Die gute Nachfrage dürfte fortgesetzt fester tendierende Preise bedingen, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 11. März bis zum 17. März, wurde der Preis mit 1,12 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor, wurde der Durchschnittspreis um 12 Cent angehoben.

Die Preisspanne bewegt sich von 1,10 bis 1,13 Euro je kg SG.

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