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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Massiver Druck der Schlachter lässt Preise abrutschen

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am Mittwoch, 29.09.2021 - 16:00 (Jetzt kommentieren)

Den deutschen Schweinehaltern steht das Wasser buchstäblich bis zum Hals. Doch die Schweinepreise geben weiter nach.

schweinepreise.

Am deutschen Schlachtschweinemarkt versuchen einige Schlachter erneut die Auszahlungspreise für Schlachtschweine zu drücken, berichtet die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften(VEZG) in ihrer aktuellen Markteinschätzung. Die Folge: Die Auszahlungspreise für Schlachtschweine werden leicht nach unten korrigiert. Ob das für eine Marktberuhigung ausreicht ist jedoch fraglich, denn so lange die rote Seite im Verkauf Verluste macht, wird sie versuchen diese an die Schweinehalter weiterzureichen.

Das der Preisdruck wieder zugenommen hat, war bereits auf gestrigen ISN-Auktion zu sehen. Dort konnte von den angebotenen Schweinen nicht eins verkauft werden. Das war auch schon bei der Auktion davor der Fall.

Ein Grund für den erneut wachsenden Druck auf den deutschen Markt dürften die fallenden Preise in Spanien sein. Der nach dem ASP-bedingten Ausfall Deutschlands größte europäische Exporteur nach China, ist mit einem beispiellosen Absturz der chinesischen Schweinepreise konfrontiert. Dadurch haben die Spanier zunehmende Verkaufsprobleme am wieder deutlich besser versorgten chinesischen Markt.

Für Deutschland bedeutet dass, das diese nicht nach Asien verkaufte Ware zu niedrigen Preisen auf den europäischen Markt drückt und für weiter fallende Fleischpreise auch an den für Deutschland wichtigen innereuropäischen Verkaufsmärkten sorgt.

Das dürfte auch der Grund für die erneuten Versuche der Schlachter sein, mit Hauspreisen zu agieren oder die Schweinepreise noch weiter nach unten zu drücken.

Schweinepreise in großer Spanne von 1,20 bis 1,30 Euro

Für den Zeitraum vom 30. September bis 08. Oktober notiert die VEZG einen Schweinepreis von 1,24 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben die Preise damit um 1 Cent nachgegeben.

Die Preisspanne war indessen sehr groß – und lag zwischen 1,20 und 1,30 Euro und zeigt das ganze Dilemma der aktuellen Marktlage. Die 1,20 Euro dürften den Wünschen der roten Seite wohl am nächsten kommen und die 1,30 Euro den Vorstellungen der grünen Seite.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 284.400  gut 1 Prozent größer als in der Vorwoche mit 281.500 Tieren.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,2 kg gemeldet. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein weiterer Anstieg von 0,1 kg und lässt auch den erneut wachsenden Rückstau na Schweinen erkennen.

Ferkelpreise weiter auf Rekordtief

Die Lage am deutschen Ferkelmarkt ändert sich kaum. Die nicht zu groß ausfallenden Angebotsmengen reichen gut aus den Bedarf zu decken. Mit auf niedrigem Niveau unveränderten Ferkelpreisen kann in der laufenden 39. Kalenderwoche gerechnet werden, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 27. September bis 03. Oktober mit 20 Euro je Stück angegeben. Das sind zur Vorwoche ein unverändert niedrige Preise.

Schlachtsauen: Preise sausen noch weiter in den Keller

Das Angebot an Schlachtsauen übersteigt deutlich die vorhandenen Absatzmöglichkeiten. Reduzierte Preise sind in der neuen Schlachtwoche die Folge., berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 29. September bis 06. Oktober wurde der Preis nur noch mit 0,65 Euro je kg SG angegeben.

Gegenüber der Woche wurde der Durchschnittspreis damit um weitere 5 Cent gesenkt. Die Preisspanne lag zwischen 0,65 und 0,70 Euro je kg SG.

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