Login

Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Der nächste Schock – ASP rückt weiter vor

Mastschweine.
am Mittwoch, 30.09.2020 - 15:26 (Jetzt kommentieren)

Die Schweinepest rückt in Brandenburg weiter vor. Mit Märkisch Oderland ist ein weiterer Landkreis betroffen.

Veterinär schneidet Wildschwein auf

Es werden ein Kerngebiet und eine Schutzzone mit allen Konsequenzen für die Landwirte eingerichtet. Das heißt: In dem gefährdeten Gebiet dürfen keine Schweine vermarktet werden. Sämtliche landwirtschaftliche Tätigkeiten auf den Ackerflächen sind bis zur Freigabe durch das Veterinäramt untersagt. Das betrifft die 4 Kilometer große Kernzone um den Erlegungsort sowie das gefährdete Gebiet mit einem Radius von 15 Kilometer.

Die Schweinepreise verharren auf dem sehr niedrigen Niveau- denn die Vermarktung ist bundesweit weiterhin schwierig. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) sagt dazu: „Die Lage am deutschen Schlachtschweinemarkt ist unverändert. Die zeitnahe Vermarktung schlachtreifer Schweine bleibt vielfach schwierig. Die Preise verbleiben in der neuen Schlachtwoche auf unverändert niedrigem Niveau. Auch der Fleischabsatz läuft eher mühsam - vor allem fehlt der Export.

Die VEZG berichtet ebenfalls über Anpassungen bei verschiedenen Teilstücken. Vor allem bei den Bäuchen mussten noch einmal Abschläge in den Spannen hingenommen werden. Gerade bei diesem Artikel und bei den Nebenerzeugnissen fehlt der Export nach Asien enorm. Der Nacken zeigte ebenfalls moderate Abgaben, was auf rückläufige Grillgeschäfte zurückzuführen ist. Insgesamt weist der gesamte Schlachtkörper ein unverändertes Niveau auf, und der weitere Verlauf am Fleischmarkt kann mit stabil beschrieben werden.

Weiterer Lockdown für Schweinehalter und Ackerbauern

Sperrbezirk ASP.

Am Dienstag wurde ein ASP-infiziertes Wildschwein in Brandenburg außerhalb des gefährdeten Gebietes im Landkreis Märkisch Oderland gefunden, nur wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt. Das Land Brandenburg muss die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen jetzt entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern.

Am Nachmittag des 29. September 2020 hat das Landeslabor Berlin-Brandenburg den Befund mitgeteilt. „Fünf verschiedene Trupps sind unterwegs“, sagte Thomas Behrendt, Sprecher des Landeskreises. Auf einem Abschnitt von 20 Kilometer Länge soll ein Elektrozaun entstehen. Forstmitarbeiter werden dabei unterstützt von Jägern und Landwirten. Der Zaun durchzieht Maisfelder, berührt die Alte Oder und zahlreiche Bewässerungsgräben.

Am Nachmittag soll die Barriere für Wildschweine nach den Angaben stehen. Die mobile Schutzzaun soll nun um das Kerngebiet im Drei-Kilometer-Radius um die Fundstelle in Bleyen errichtet werden. Bestehende Maisfelder werden komplett mit eingezäunt. In der 4 Kilometer weiten Kernzone um den Erlegungsort sowie dem gefährdeten Gebiet mit einem Radius von 15 Kilometern ist eine absolute Jagdruhe von drei Wochen angeordnet. Zudem sind alle landwirtschaftlichen Tätigkeiten auf den Ackerflächen bis zur Freigabe durch das Veterinäramt untersagt.

Schweinepreise unverändert bei 1,27 Euro

schweinepreis.

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 07. Oktober einen Schweinepreis von 1,27 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung bleiben die Preise damit erneut unverändert. Eine Preisspanne gab es auch diesmal nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine nahm nochmals deutlich zu und wurde mit 285.600 Stück angegeben. Das waren gut 9 Prozent mehr als in der Vorwoche, als 261.900 Schweine angemeldet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wird mittlerweile mit 98,0 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein weiterer Anstieg um 0,2 kg Schlachtgewicht.

Ferkel weiterhin extrem billig

ferkelpreis.

In der laufenden 40. Kalenderwoche bleibt es am deutschen Ferkelmarkt bei einer fortgesetzt schwierigen Marktlage. Die Preise verbleiben unverändert auf der erreichten extrem niedrigen Basis, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 08.09 bis 04.10.2020 weiterhin nur mit 27 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche wurde der Ferkelpreis damit nicht verändert.

Sauenpreise weiter bei 71 Cent

Das verfügbare Angebot an Schlachtsauen findet weitgehend vollständig seine Käufer. Die Auszahlungspreise verbleiben in der neuen Schlachtwoche fortgesetzt auf der erreichten niedrigen Basis, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 01. Oktober bis zum 07. Oktober, wurde der Preis mit 0,71 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche ist der Durchschnittspreis damit unverändert geblieben. Eine Preisspanne gab es nicht.

 

 

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...