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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Noch hält der Markt dem Druck stand – aber wie lange?

schweine.
am Mittwoch, 08.09.2021 - 16:03 (Jetzt kommentieren)

Nichts deutet auf eine Verbesserung der Marktlage hin. Im Gegenteil. Die Preise am Fleischmarkt fallen weiter.

Das Angebot an lebenden Schweinen ist außerdem groß und in anderen wichtigsten europäischen Ländern ist die Lage kaum anders. Hinzu kommt: Von den Exportmärkten kommt derzeit auch preislich keine Entlastung, denn vor allem in China sind die Preise dramatisch abgestützt und drücken mächtig auf die Preise am Weltmarkt.

In Deutschland bleibt es nach dem jüngsten Preisrückgang in der neuen Schlachtwoche (zunächst) bei unveränderten Schweinepreisen, berichtet die Vereinigung der Erzeugermeinschaften (VEZG). Doch eine wirklich gute Nachricht ist das nicht. Denn die Lage am Schweinemarkt ist und bleibt sehr angespannt, berichtet die VEZG.

Bei hohem Angebot an schlachtreifen Schweinen und Schlachtungen von über 800.000 Stück pro Woche steht dem Markt sehr viel Fleisch zur Verfügung. Doch im Verkauf hat man nach wie vor zu kämpfen, und bei vielen Artikeln gehen die Preise erneut etwas zurück. Im Schnitt gaben die Fleischpreise um 3 Cent nach, schätzt die VEZG.

Neben dem großen Inlandsangebot steht man auch beim Export unter dem Druck billiger Angebote aus anderen EU-Ländern, heißt es weiter. Einziger Hoffnungsschimmer: In der kommenden könnte sich die Nachfrage mit dem Ferienende in den meisten Bundesländern (außer in Bayern und Baden-Württemberg) beleben.

Schweinepreise halten sich bei 1,25 Euro

Für den Zeitraum vom 09. September bis 15. September notiert die VEZG einen Schweinepreis von 1,25 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit unverändert geblieben. Eine Preisspanne gab es diesmal nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 274.600  gut 3 Prozent größer als in der Vorwoche mit 267.500 Tieren.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,8 kg gemeldet. Das ist im Vergleich zur Vorwoche einen keine Veränderung.

Ferkelpreise stürzen noch weiter ab

Bedingt durch die Situation am Schlachtschweinemarkt bleibt die Nachfrage am Ferkelmarkt sehr ruhig. Das durchschnittliche Angebot findet nur unvollständig seine Käufer. Die Preise geben in der laufenden Woche erneut deutlich nach, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 06. September bis 12. September mit 20 Euro je Stück angegeben. Das sind zur Vorwoche ein nochmals 5 Euro niedrigerer Preise

Schlachtsauen: Preise behaupten sich gerade so

Am Markt für Schlachtsauen bleibt es bei einer nur schwachen Nachfrage. Nach den vorangegangenen deutlichen Preisrücknahmen kann in der neuen Schlachtwoche aber mit gleichbleibenden Preisen gerechnet werden, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 09. September bis 15. September wurde der Preis mit 0,77 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche hat sich der Durchschnittspreis damit nicht verändert. Eine Preisspanne gab es diese Woche nicht.

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