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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Preisanstieg komplett ausgebremst – Stimmung kippt

Schweine im Stall.
am Mittwoch, 06.04.2022 - 15:57 (Jetzt kommentieren)

Die Schweinepreise treten auf der Stelle. Grund könnten die Preiserhöhungen des LEH und das kühle Wetter sein. Am Fleischmarkt gaben die Preise sogar nach.

schweinepreise.

Das zuletzt umfangreichere Angebot als auch eine etwas verhaltener ausfallende Nachfrage der Schlachtunternehmen bedingen in der neuen Schlachtwoche eine ausgeglichene Marktlage und unveränderte Schlachtschweinepreise, sagt die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften in ihrem Marktbericht.

Beim Fleischverkauf war die Marktlage zuletzt angespannt, berichtet die VEZG. Nachdem die Fleischpreise mehrere Wochen nur den Weg nach oben kannten, gestalteten sich die Preisdiskussionen jetzt deutlich durchwachsener. An erneuten Aufschläge ist derzeit nicht zu denken, und bei rückläufigem Bedarf des LEH wurden die Verkäufer sogar mit Abschlägen abgestraft.

Der Schlachtkörper verlor rund 4 Cent. Kurzfristig scheint der Anstieg also vorbei zu sein, der Markt wird sich auf dem erreichten Niveau erst einmal konsolidieren müssen, ist das Fazit der VEZG. Darüber hinaus erwartet man mit der angekündigten Preiserhöhung des LEH zunächst eine verhaltener Fleischnachfrage, sodass nur nach Bedarf bestellt wird. Für die kommende Woche werden stabile Preise erwartet, möglicherweise bleiben einzelne Artikel auch unter Druck.

Private Lagerhaltung als Spekulations-Reserve?

ferkelpreis.

Auch in anderen europäischen Ländern hat sich Preisrallye am Schlachtschweinemarkt verlangsamt sich und die Notierungen entwickeln sich dabei uneinheitlich, berichtet auch die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN). Die Schere reicht von einer leichten Abwärtskorrektur in den Niederlanden bis zu moderaten Preisanstiegen in andern EU-Mitgliedsländern.

Dabei verweist die ISN noch einmal ausdrücklich auf die stark steigenden Produktionskosten für Futter, Energie, Dünger und vieles mehr – und die daraus erwachsenden Probleme für die Schweinehalter.

Bei der umstrittenen und kürzlich von der EU-Kommission eingeführten Privaten Lagerhaltung (PLH) für Schweinefleisch sind mittlerweile die ersten Mengen angemeldet worden. Nach Kommissionsangaben wurde vom 25. bis zum 30. März von sieben Mitgliedstaaten für insgesamt 12.356 t die bezuschusste Lagerhaltung beantragt. Auf Deutschland entfielen 2.316 t.

Im Unterschied zu früheren PLH-Programmen ist gegenwärtig der EU-Schweinefleischmarkt nicht übersättigt; eher ist das Gegenteil der Fall. Aktuell wird nach Meinung von Analysten auf ein weiter abnehmendes Schlachtschweineangebot und eine geringere Schweinefleischerzeugung spekuliert.

Schweinepreise treten auf der Stelle

Für den Zeitraum vom 07. April bis 13. April notierte die VEZG einen Schweinepreis von 1,95 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung blieben die Preise damit unverändert. Eine Preisspanne gab es diesmal nicht – was ebenfalls auf eine ins Stocken gekommenen Preisdynamik hindeutet.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 260.300 Tieren gut 3 Prozent größer als in der Woche zuvor, für die am Ende 251.500 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,5 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein unverändertes Schlachtgewicht.

Ferkelpreise bleiben auch stabil bei 60 Euro

Angebot und Nachfrage stehen sich am deutschen Ferkelmarkt ausgeglichen gegenüber. Die Preise verbleiben dabei in der laufenden 14. Woche auf der zuvor erreichten Basis, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 04. April bis 10. April mit 60 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein unveränderter Ferkelpreis.

Schlachtsauen: Preise erneut unverändert

Am Markt für Schlachtsauen entspricht das Angebot der vorherrschenden Nachfrage. Die Preise verbleiben in der neuen Schlachtwoche auf unverändertem Niveau, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 07. April bis 30. April wurde der Preis mit 1,30 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der vorigen Woche wurde der Durchschnittspreis damit nicht verändert. Eine Preisspanne gab es diese Woche nicht.

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