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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Die Ruhe vor dem Sturm? Hauspreise bleiben

Schweine.
am Mittwoch, 05.01.2022 - 16:50 (Jetzt kommentieren)

Die Schweinepreise bleiben zum Beginn des neuen Jahres stabil. Doch die Nachfrage schwächt sich nach den Feiertagen ab. Hinzu kommt: Einige Schlachter haben für nicht vertraglich gebundene Schweine auch über die Feiertage nur Hauspreise gezahlt.

schweinepreise.

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) berichtete in ihrem Marktüberblick, dass sich Angebot und Nachfrage am deutschen Schlachtschweinemarkt ausgeglichen gegenüber stehen. „Die Preise verbleiben deshalb auf der bisherigen Basis“. Das Problem ist jedoch: Am Fleischmarkt werden die Aktivitäten der Marktteilnehmer erwartungsgemäß ruhiger.

Das Weihnachtsgeschäft ist abgeschlossen und der Bedarf im Einzelhandel ist rückläufig. „Preislich bewegten sich die Spannen und Durchschnittspreise auf Vorwochenniveau und dem Vernehmen nach wird sich daran im neuen Jahr auch nichts ändern. Die Preise sind für die kommende Woche schon mehrheitlich festgelegt“, berichtet die VEZG.

Doch wenn der Absatz stockt, kann sich das schnell ändern. In den letzten 10 Jahren war der Januar absatztechnisch jedenfalls fast immer der schwierigste Monat des Jahres. Denn das Angebot ist relativ groß und die Nachfrage eher schwach. Im vorigen Jahr lagen die Preise allerdings auch schon auf einem extrem niedrigen Niveau – und haben sich im Januar nicht verändert.

Im Februar ging es 2021 mit den Preisen dann aber kräftig nach oben. Das Problem ist nur: So lange können die meisten Mäster und Ferkelerzeuger nicht mehr warten, denn die Reserven sind vor dem Hintergrund der schon seit Monaten nicht mehr kostendeckenden Preise längst aufgebraucht. Mit jedem verkauften Schwein machen die Bauern Verluste.

Die Folgen dieser Misere zeigt die Viehzählung – binnen Jahresfrist haben 8 Prozent aller Schweinehalter aufgegeben! Zusätzliche Unsicherheit kommt von der neuen Corona-Variante. Niemand weiß, wie sich die rasche Ausbreitung von Omicron auf die Nachfrage in der Gastronomie und auf die Arbeitskräfte-Situation auf den Schlachthöfen auswirkt.

Schweinepreise im neuen Jahr bei 1,23 Euro – aber weiter Hauspreise

Für den Zeitraum vom 06. Januar bis 12. Januar notiert die VEZG einen Schweinepreis von 1,23 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise damit nicht verändert.

Die Preisspanne bleibt zum Jahresbeginn ebenfalls unverändert – und liegt zwischen 1,23 und 1,25 Euro. Allerdings wurden von einigen großen Schlachtunternehmen für vertraglich nicht gebundene Schweine bereits über die Feiertage Hauspreise gezahlt.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine ist mit 262.200 gut 7 Prozent größere als in der kürzeren Woche zwischen den Feiertagen, für die nur 244.400 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,1 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein 0,2 kg höheres Schlachtgewicht.

Ferkelpreise nicht verändert – bei 23 Euro

Am deutschen Ferkelmarkt kann in der ersten Woche des neuen Jahres mit stabilen Preisen gerechnet werden, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 03. Januar bis 09. Januar mit 23 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein unveränderter Preis.

Schlachtsauen: Preise im neuen Jahr stabil

Zu Beginn des neuen Jahres stehen sich Angebot und Nachfrage auf dem deutschen Markt für Schlachtsauen weitgehend ausgeglichen gegenüber. Unveränderte Preise sind die Folge, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 06. Januar bis 12. Januar wurde der Preis mit 0,63 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche wurde der Durchschnittspreis damit nicht verändert. Die Preisspanne lag zwischen 0,63 und 0,65 Euro je kg.

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