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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: Schweinemarkt wie gelähmt – weitere ASP-Fälle

Schweinemast auf Stroh.
am Mittwoch, 23.09.2020 - 15:12 (Jetzt kommentieren)

Der Markt für Schlachtschweine und Ferkel ist wie gelähmt. Der Absatz von Schweinen und Ferkeln stockt und immer neue ASP-Fälle bei Wildschweinen in Brandenburg sorgen für anhaltende Unruhe und Sorgen.

Preise für Schlachtschweine.

Das Friedrich-Loeffler-Institut hat heute 9 weitere Fälle von Afrikanischer Schweinepest bei Wildschweinen in Brandenburg bestätigt. Insgesamt gibt es damit 29 bestätigte Fälle. Die Fundorte liegen innerhalb des gefährdeten Gebiets. In dem Gebiet gibt es laut Aussagen der Behörden rund 15.000 Hausschweine in 50 Landwirtschafts-Betrieben. Davon hält der größte Betrieb rund 5.000 Schweine. Für diese Betriebe gilt derzeit ein Verbringungsverbot für ihre Schweine - mit Ausnahmen.

Das ASP-Geschehen hat weiterhin erheblichen Einfluss auf den Marktverlauf – vor allem aber auf den Export. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) berichtet: „Am Schlachtschweinemarkt findet das Angebot nicht immer zeitnah und vollständig seine Käufer. Das ASP-Geschehen und in erster Linie zu geringe Arbeitskapazitäten in Schlachtung und Zerlegung verlangsamen den Warenabfluss. Die Preise verbleiben auf der erreichten niedrigen Basis“.

Am Fleischmarkt gab es ASP-bedingt in den letzten Tagen ebenfalls Bewegung, berichtet die VEZG. Vor allem Bäuche mussten erhebliche Abschläge hinnehmen. Der Grund liegt hier ganz klar im fehlenden Export nach China. In China wurde für diesen Artikel in den letzten Monaten deutlich mehr bezahlt als in Europa, sodass ein Großteil verschifft wurde. Da dieser Absatzkanal nun wegfällt, mussten deutliche Korrekturen vorgenommen werden.

Schweinepreise verharren auf 1,27 Euro

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 24. September bis zum 30. September einen Schweinepreis von 1,27 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung bleiben die Preise damit unverändert. Eine Preisspanne gab es nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine wurde mit 274.200 Stück angegeben und war damit nochmals gut 5 Prozent größer als in der Vorwoche, als 250.650 Schweine angemeldet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,8 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein Anstieg um 0,6 kg Schlachtgewicht.

Ferkel weiter extrem billig

Ferkelpreise in Deutschland.

Nach den vorangegangenen deutlichen Preisabschlägen bleibt es am deutschen Ferkelmarkt in der laufenden 39. Kalenderwoche bei unveränderten Preisen, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 21.09 bis 27.09.2020 weiterhin nur mit 27 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche wurde der Ferkelpreis damit nicht verändert.

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