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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise machen Sprung nach oben – Rallye geht weiter

Schweinepreise.
am Mittwoch, 17.08.2022 - 15:52 (2 Kommentare)

Diese Woche steigen die Schweinepreise erneut deutlich. Erstmals seit März wird wieder die 2-Euro-Marke erreicht.

schweinpreise.

Das Angebot ist europaweit klein und die anhaltende Hitze lässt die Schweine deutlich langsamer wachsen. Das Resultat ist ein deutliches Plus bei den Schweinepreisen. „Das am deutschen Schlachtschweinemarkt weiter zurück pendelnde Angebot trifft auf eine sich zügiger entwickelnde Nachfrage der Schlachtunternehmen. Die Schlachtschweinepreise steigen erneut deutlicher an“, lautet die Markteinschätzung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG).

Nachdem die Schweinepreise schon in der vergangenen Woche erstmals seit langem wieder zulegen konnte, setzt sich diese Aufwärtsbewegung in dieser Woche weiter fort. „Auch dieses Niveau ist bei Weitem noch nicht ausreichend, um die Kosten in der Ferkelerzeugung und in der Schweinemast zu decken“, sagen die Marktbeobachter der Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN).

Maßgeblich für die derzeitigen Preisanstiege nach Einschätzung der ISN der knapp versorgte Lebendmarkt. Das Angebot an Schlachtschweinen fällt wegen des starken Abbaus der deutschen Schweinebestände gering aus – zusätzlich verlangsamt nun die Hitze das Wachstum der Schweine. In der vergangenen Woche wurden mit etwa 730.000 Schweinen ca. 11 % weniger Schweine als in der Vorjahreswoche geschlachtet.

Doch auch die Fleischverkäufe haben sich in den zurückliegenden Tagen deutlich verbessert. Im Schnitt konnte der gesamte Schlachtkörper um 10 Cent zulegen. „Auch für die kommende Woche ist somit ein guter Bedarf mit weiteren Preisanstiegen zu erwarten“, ist das Fazit der VEZG.

Schweinepreise steigen auf 2,0 Euro

Für den Zeitraum vom 18. August bis 24. August notierte die VEZG einen Schweinepreis von 2,0 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit um 7 Cent gestiegen. Die Preisspanne liegt zwischen 2,0 und 2,03 Euro je kg SG. Das zeigt, dass Preise in der Tendenz weiter nach oben gerichtet sind.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 232.000 Tieren noch etwas kleiner als in der Woche zuvor, für die am Ende 240.800 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,1 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein 0,1 kg geringeres Schlachtgewicht und lässt einen weiteren Rückgang des Lebendangebotes erwarten.

Ferkelpreise steigen ebenfalls

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der gestiegenen Schlachtschweinepreise entwickelt sich das Ferkelabsatzgeschäft zügiger. Die Preise liegen in der laufenden 33. Kalenderwoche auf erhöhtem Niveau, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 15. August bis 21. August mit 46,50 Euro je Stück angegeben. Das sind 4 Euro mehr als in der Vorwoche.

Angesichts der weiter steigenden Schweinepreise dürften die Ferkelpreise jedoch ebenfalls weiter zulegen.

Schlachtsauen: Preise steigen deutlich

Die Nachfrage nach Schlachtsauen entwickelt sich stetig. Die Angebotsmengen reichen knapp aus dem Bedarf zu decken. Weiter erhöhte Preise sind in der neuen Schlachtwoche die Folge, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 18. August bis 24. August wurde der Preis mit 1,11 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der vorigen Woche wurde der Durchschnittspreis damit um 8 Cent angehoben.

Die Preisspanne lag zwischen 1,10 und 1,13 Cent – und zeigt weiter nach oben.

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