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Schweinepreise steigen endlich – Trendwende oder Strohfeuer?

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am Mittwoch, 16.02.2022 - 17:05 (1 Kommentar)

Man kann es kaum glauben: Die Schweinepreise steigen. Das hat es schon lange nicht mehr gegeben. Und es war bitter nötig. Hoffentlich ist das der Beginn einer längerfristigen Erholung.

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Am deutschen Schweinmarkt fällt das Angebot schlachtreifer Schweine zunehmend kleiner aus. Die angebotenen Schweine finden zügiger als zuvor ihre Abnehmer, bringt die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) die aktuelle Entwicklung auf den Punkt. Das Ergebnis: Steigende Schweinepreise in der neuen Schlachtwoche sind die Folge.

Am Fleischmarkt war man mit dem Absatz zuletzt ebenfalls einigermaßen zufrieden, berichtet die  VEZG außerdem. Weitere Preisrückgänge mussten nicht mehr hingenommen werden. So lassen sich die Fleischpreise auf stabilem Niveau halten – und auch bei Schweinen gibt es keinen Druck. Mengenmäßig entsprachen die Verkäufe ebenfalls den Erwartungen, heißt es weiter.

Entlastung bringt auch der Umstand, dass die Schweinepreise in Spanien zulegten. So werden auch die von dort kommenden Fleischartikel teurer. Für die kommende Woche sind deshalb mindestens stabile Fleischpreise zu erwarten.

Auch in anderen europäischen Ländern besteht vorsichtiger Optimismus. Grund sind die schrittweisen Rücknahmen der Corona-Beschränkungen. Die meisten Schlachter und Fleischverkäufer gehen deshalb von einer entsprechend anziehenden Nachfrage nach Schweinefleisch aus.

Der europäische Fleischmarkt bleibt jedoch trotzdem überversorgt, warnt die ISN. Sicherlich auch im Hinblick  auf den stockenden europäischen Export nach China. Dort sind die Schweinepreise ebenfalls im freien Fall.

Schweinepreise steigen um 5 Cent

Für den Zeitraum vom 17. Februar bis 23. Februar notierte die VEZG einen Schweinepreis von 1,25 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit um 5 Cent gestiegen.

Die Preisspanne liegt allerdings unverändert zwischen 1,20 und 1,25 Euro je kg und zeigt eigentlich (noch) keinen deutlich nach oben gerichteten Preistrend an. Eher im Gegenteil: Einige Schlachter könnten erneut Hauspreise zahlen. Doch erstmal geht es nach oben.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 247.000 Tieren immerhin 3,0 Prozent kleiner als in der Vorwoche, für die 258.400 Schweine abgerechnet wurden. Der Angebotsrückgand dürfte auch der Hauptgrund für die steigenden Preise sein.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 97,4 angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein unverändertes Schlachtgewicht.

Ferkelpreise profitieren (noch) nicht

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Angebot und Nachfrage stehen sich am deutschen Ferkelmarkt ausgeglichen gegenüber. In der laufenden 7. Kalenderwoche verbleiben die Ferkelpreise auf dem bisherigen Niveau, berichtet die VEZG.

Angesichts des Preisanstiegs bei Schweinen könnte es in der nächsten Woche jedoch durchaus nach oben gehen. Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 14. Februar bis 20. Februar mit 23 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein unverändert niedriger Ferkelpreis.

Schlachtsauen: Preise ziehen etwas an

Wie auch am Schlachtschweinemarkt findet das nicht zu umfangreiche Schlachtsauen-Angebot zügiger seine Käufer, so dass in der neuen Schlachtwoche mit steigenden Preisen gerechnet werden kann, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 17. Februar bis 23. Februar wurde der Preis mit 0,65 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der vorigen Woche wurde der Durchschnittspreis damit um 5 Cent angehoben.

Die Preisspanne lag zwischen 0,60 und 0,65 Cent und zeigt (leider) wie bei Schweinen eher nach unten als anch oben.

 

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