Das ist ein Artikel vom Top-Thema:

Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise steigen nicht – Knappheit allein reicht nicht aus?

mastschweine-AdobeStock_492789468
am Mittwoch, 25.01.2023 - 17:26 (4 Kommentare)

Die Schweinepreise steigen (noch) nicht. Die Ferkelpreise schon. Doch Knappheit bestimmt auch die Marktentwicklung am Schweinemarkt. Jetzt fehlt nur noch ein ordentlicher Nachfrageimpuls. Dann steigen auch die Schweinepreise.

schweinepreise.

Das Lebendangebot bleibt unverändert klein und da bestimmt die Marktentwicklung. „Die Nachfrage der Schlachtereien beschränkt sich auf nur unbedingt benötigte Mengen, um möglichst nur den Frischwarebedarf decken zu können. Niemand möchte derzeit Lagerware aufbauen. Zum einen laufen die Kosten davon und zum anderen hält man das derzeitige Preisniveau der Schlachtschweine für nicht attraktiv genug, um spekulativ Mengen aufzubauen“, sagen Marktbeobachter.

Der insgesamt dennoch relativ ausgeglichene Schlachtschweinemarkt sorgt damit auch für unveränderte Preise. Die ISN-Schweinebörse konnte das Niveau bei der gestrigen Auktion nicht ganz halten und gab um 1 Cent nach. Von insgesamt 1.220 angebotenen Schweinen in 8 Partien wurden 740 Schweine in 5 Partien zu einem Preis von 2,07 Euro je kg SG in einer Spanne von 2,06 Euro bis 2,07 Euro verkauft. 3 Partien mit 480 Schweinen wurden nicht verkauft, da der geforderte Mindestpreis nicht erreicht wurde. Die Differenz von 7 Cent zum VEZG-Preis ist jedoch nach wie vor relativ groß.

Im Fleischhandel müssen die Schlachtereien weiterhin mit niedrigen Preisen aus anderen europäischen Ländern konkurrieren, berichten Analysten. Viel Luft nach oben ist deshalb nicht. Allerdings hat sich der Mengenabsatz offenbar stabilisiert. Der Grund: Schlachtreife Schweine sind nicht nur Deutschland, sondern europaweit knapp. In Deutschland lag die Zahl der geschlachteten Schweine in den ersten drei Wochen des neuen Jahres rund 10 %! unter dem Vorjahr.

Noch ist nicht entschieden, wie es im Februar weitergeht. Eigentlich ist der Januar aber der mit Abstand schwierigste Monat am Schweinemarkt. Danach wird es meist besser. Am Ferkelmarkt übersteigt die Nachfrage der Mäster das derzeitige Angebot. Die Folge: Freie Partien sind äußerst schwierig zu bekommen. Die Notierungen steigen daher um bis zu 2 Euro an. Auch in den Niederlanden und in Dänemark steigen die Ferkelpreise

Schweinepreise weiter bei 2,00 Euro – keine Spanne

Für den Zeitraum vom 26. Januar bis 01. Februar notierte die VEZG einen Schweinepreis von 2,00 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit unverändert geblieben. Eine Preisspanne gab es auch diesmal nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 245.600 Tieren nochmals etwas kleiner als in der Woche zuvor, für die am Ende 247.800 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,8 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche eine Abnahme des Schlachtgewichts um 0,2 kg und lässt auch auf weiterhin ziemlich begrenztes Lebendangebot schließen.

Ferkelpreise steigen auf 64 Euro

Das für die vorherrschende Nachfrage zu knapp ausfallende Angebot auf dem deutschen Ferkelmarkt bedingt in der laufenden 4. Kalenderwoche ansteigende Ferkelpreise, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 23. Januar bis 29. Januar mit 64 Euro je Stück angegeben. Das sind 2,0 Euro höhere Preise als in der Vorwoche.

Schlachtsauen: Preise legen ebenfalls zu

Das kleine Schlachtsauenangebot reicht nicht vollständig aus, um die vorherrschende Nachfrage der Schlachtunternehmen zu bedienen. Mit ansteigenden Preisen kann in der neuen Schlachtwoche gerechnet werden, berichtet die VEZG.

Für den vom 26. Januar bis 01. Februar wurde der Preis mit 1,39 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der vorigen Woche wurde der Durchschnittspreis damit um 5 Cent nach oben korrigiert. Die Preisspanne lag zwischen 1,34 und 1,39 Cent.

Kommentare

agrarheute.comKommentare werden geladen. Bitte kurz warten...