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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise steigen um 5 Cent – Ende der Fahnenstange?

schweinemast.
am Mittwoch, 07.09.2022 - 16:06 (1 Kommentar)

Die Schweinepreise sind noch einmal gestiegen. Doch nun wird die Luft dünn. Die Fleischpreise steigen jedenfalls nicht weiter. Und das Angebot wird etwas größer.

schweinepreise steigen.

"Am deutschen Schlachtschweinemarkt trifft ein relativ kleines Angebot auf eine stetige bis zunehmende Nachfrage der Schlachtunternehmen. Die Auszahlungspreise steigen in der neuen Schlachtwoche weiter an", sagt jedenfalls die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG).

Das Problem ist nur: Höhere Preise lassen sich im Einzelhandel zunehmend schwieriger durchsetzen. „Grundsätzlich gilt: Schweinefleisch ist im Vergleich zu anderen Fleischarten wettbewerbsfähig, sagt die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN). Doch auch die Markbeobachter der ISN stellen fest: „Es werde schwieriger, die Preiserhöhungen der Schlachtschweine am Fleischmarkt weiterzugeben. Die Verbraucher reagieren im Zuge massiv steigender Energiekosten und hoher Inflationsraten jedenfalls zunehmend preissensibel beim Konsum.“  

Hinzu kommt: Mit den kühleren Temperaturen erwartet der Einzelhandel auch ein Nachfragerückgang beim Grillsortiment. Außerdem verbessert sich mit dem kühlerem Wetter auch das Wachstum in der Schweinemast, so dass sich das Lebendangebot mit den rückläufigen Temperaturen wieder vergrößert.

Die VEZG sagt: Der gesamte Schlachtkörper kann knapp unverändert zur Vorwoche verkauft werden. Außerdem zeigt sich, dass das Einkaufsverhalten nach wie vor preissensibel ausgerichtet ist. Insgesamt sehen die VEZG-Experten den Markt bei einer ordentlichen Nachfrage jedoch stabil. Erst einmal.

Schweinepreise steigen auf 2,10 Euro

Für den Zeitraum vom 08. September bis 14. September notierte die VEZG einen Schweinepreis von 2,10 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit um weitere 5 Cent gestiegen.

Die Preisspanne liegt zwischen 2,05 und 2,10 Euro je kg SG. Das zeigt, dass Preise ihren Zenit erreicht haben könnten – oder auch nur, dass nicht alle Schlachter bereits sind die höheren Preise zu zahlen (Hauspreise?).

Entscheidend wird sein wie sich das Angebot entwickelt. Im Fleischverkauf sind gegenwärtig offenbar keine höheren Preise durchzusetzen. Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war mit 240.900 Tieren ähnlich groß wie in der Woche zuvor, für die am Ende 240.200 Schweine abgerechnet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,3 kg angegeben. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein unverändertes Schlachtgewicht und lässt jedenfalls nicht auf eine Zunahme des Lebendangebotes schließen.

Ferkelpreise steigen auf 53,30 Euro

Am deutschen Ferkelmarkt werden die verfügbaren Stückzahlen stetig abgerufen. Die Preise entwickeln sich leicht ansteigend, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 05. September bis 11. September mit 53,50 Euro je Stück angegeben. Das sind 0,50 Euro mehr als in der Vorwoche.

Schlachtsauen: Preise noch einmal höher

Das am Markt verfügbare Angebot an Schlachtsauen fällt überschaubar aus und wird stetig bis rege nachgefragt. Der Preis steigt für die neue Vermarktungswoche weiter an, berichtet die VEZG. Für den Zeitraum vom 08. September bis 14. September wurde der Preis mit 1,27 Euro je kg SG angegeben.

Gegenüber der vorigen Woche wurde der Durchschnittspreis damit um 5 Cent angehoben. Die Preisspanne lag zwischen 1,22 und 1,27 Cent – und zeigt nun nicht weiter nach oben.

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