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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: VEZG-Preis wird gehalten – Fleischpreise fallen weiter

Schweine
am Mittwoch, 13.05.2020 - 17:19 (Jetzt kommentieren)

Die VEZG lässt den Schweinepreis diese Woche unverändert. Angesichts des Chaos am Schweinemarkt ist das vielleicht etwas überraschend.

Einen neuen Preis zu finden, der alle gegenwärtigen Brüche abbildet, ist aber wahrscheinlich kaum möglich. Zum Schweinemarkt sagt die VEZG: „In der neuen Schlachtwoche kann trotz umfangreicher Angebotsmengen und teilweise eingeschränkter Schlachtungen mit unveränderten Schweinepreisen gerechnet werden“.

Am Fleischmarkt sieht die Lage indessen völlig anders und ausgesprochen dramatisch aus. Die VEZG berichtet: Die Fleischpreise stehen massiv unter Druck. Die Partien werden abermals zu deutlich geringeren Preisen angeboten. Trotzdem kommen nur verhaltene Geschäfte zustande. Der Bedarf bleibt sehr gering, auch bei großen Abzügen. Somit geht weiter viel Fleisch in die Kühlhäuser.

Der Preisrückgang bei den wichtigsten Teilstücken bewegt sich zwischen 7 und 9 Cent zur Vorwoche. Das dürfte dann wohl auch die die Größenordnung sein, um die die Schlachter versuchen werden, die Schweinepreise zu drücken.

Auch vom Exportmarkt kommen keinen guten Nachrichten: Die VEZG berichtet, dass weniger Fleisch exportiert werden kann. Grund ist: Die US-Preise sind zwar kurzfristig angezogen, weil die Nachfrage gestiegen ist, für spätere Termin sind die Kurse an der US-Börse jedoch weiterhin niedrig. Damit bleibt die Konkurrenz auf dem Weltmarkt sehr groß.

Notierung bleibt auf 1,60 Euro stehen

Schweine

Die Notierung der VEZG bleibt diese Woche unverändert – obwohl die Fleischpreise um weitere 7 bis 9 Cent eingebrochen sind. Damit dürfte es für die Landwirte schwer werden, den notierten Preis auch zu erzielen – wenn man Schweine abliefern möchte.

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 14. Mai bis zum 20. Mai jedenfalls einen unveränderten Schweinepreis von 1,60 Euro je Indexpunkt. Das ist weiterhin der niedrigste Schweinepreis seit April vorigen Jahres. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise jedoch nicht verändert. Eine Preisspanne gab es ebenfalls nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine, lag bei 245.500 Stück und war damit 7 Prozent größer als in der Vorwoche, als 228.700 Schweine angemeldet wurden. Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,5 kg angegeben. Das ist das gleiche Gewicht wie in der Vorwoche.

Ferkelpreise brechen ein

Ausgehend von der Entwicklung am Schlachtschweinemarkt steht der Ferkelmarkt fortgesetzt unter starkem Druck. Deutliche Preisreduzierungen sind in der laufenden 20. Kalenderwoche die Folge, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 11.05. bis 17.05.2020 nur noch mit 54 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche ist der Preis damit um weitere 8 Euro gefallen.

Bis 03. Juni werden keine Sauenpreise notiert

Die am Markt angebotenen Schlachtsauen fließen zu Beginn der neuen Schlachtwoche vollständig ab, berichtet die VEZG. Die zuletzt beobachtete Marktpreisspanne war jedoch so groß, dass weiterhin kein mittlerer Sauenpreis notiert wird.

Die VEZG hat deshalb die Preisempfehlung für Schlachtsauen vorübergehend bis zum Mittwoch, den 03. Juni 2020, ausgesetzt.

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