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Schweine- und Ferkelpreise

Schweinepreise: VEZG-Preis schafft es nicht nach oben

Schweine
am Mittwoch, 25.03.2020 - 15:21 (Jetzt kommentieren)

Anders als von den vielen Landwirten erhofft, kann sich der VEZ-Preis für Schlachtweine diese Woche nicht erholen. Weiter nach unten geht es aber auch nicht.

Zu unübersichtlich ist offenbar die aktuelle Marktlage und vor allem die weitere Markt-Entwicklung. Landwirte und Schlachterdürften vor dem Hintergrund der Corona-Krise jedenfalls weiterhin einige Mühe haben, die Liefer- und Transportlogistik aufrecht zu erhalten, sich selbst vor dem Virus zu schützen und den Lebensmittelhandel und die Verbraucher bedarfsgerecht zu beliefern.

Das Corona-Virus lähmt in Europa und auch weltweit die Wirtschaft und das öffentliche Leben. "Für die aktuelle Situation gibt es auch am Schlachtschweinemarkt keine Gebrauchsanweisung", hatte vorige Woche die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) festgestellt. Die große Verunsicherung der Marktakteure hatte in der vorigen Woche zu kräftigen Preisabschlägen für Schlachtschweine geführt.

Doch mittlerweile scheint sich die Lage wieder etwas zu normalisieren, zumindest wenn man auf den VEZG-Preis schaut.

Impulse vom Binnenmarkt und vom Export

Schlachthof-Schweinehälften

Die VEZG, berichte dass es sich die Spannen im Fleischgeschäft in den letzten Tage wieder verbessert haben. Aufgrund der steigenden Nachfrage im LEH ziehen die Preise also wieder etwas an, so dass auch der gesamte Schlachtkörper etwas teurer verkauft werden kann.

Wegen der Corona-Krise müssen die Menschen außerdem zuhause bleiben, auch über die Osterferien. Sie können also auch nicht vereisen und werden auch zu Hause essen. Damit könnten sich weitere Impulse am Inlandsmarkt ergeben, hinzu kommt die zuletzt wieder verbesserte Exportanfragen aus China, meldet die VEZG.

Unveränderte Schweinepreise in der neuen Schlachtwoche sind die Folge. Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 26. März bis zum 01. April einen Schweinepreis von 1,89 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise stabil geblieben. Die Preispanne liegt zwischen 1,89 bis 1,93 Euro je Indexpunkt und zeugt die bereits vorhandene Tendenz nach oben.

Die Menge der zu Vermarktung angemeldeten Schweine lag bei 220.600 Stück und ist fast 9 Prozent kleiner als in der Vorwoche als 241.000 Schweine angemeldet wurden. Das durchschnittliche Schlachtgewicht wird mit 96,2 kg angegeben – das ist ein Minus von 0,1 kg zur Vorwoche.

Sauenpreise dürften sich stabilisieren, Ferkel schwächer

Sau-mit-Ferkeln-Freilaufbucht-Schweden

Wie auch am Schlachtschweinemarkt hat sich die Lage für Schlachtsauen nach den vorausgegangenen Schwächen wieder stabilisiert, so dass in der neuen Woche nicht mit weiter nachgebenden Preisen gerechnet wird, berichte die VEZG.

Für den zurückliegenden Zeitraum vom 19. März bis zum 25. März 2020, wurde der Sauen-Preis mit mit 1,53 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor war das ein Rückgang von 5 Cent. Die Preisspanne lag zwischen 1,50 Euro und 1,55 Euro je kg SG. Die Zahl der vermarkteten Sauen ging leicht zurück.

Die zuletzt unausgeglichene Lage am deutschen Ferkelmarkt hat weiterhin Bestand , so dass in der aktuellen 13. Kalenderwoche noch mit weiteren Preisrücknahmen gerechnet werden muss, berichtet die VEZG. Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) für den Zeitraum vom 23.03. bis 29.03.2020 wird mit 76,0 Euro je Stück angegebenen. Gegenüber der Vorwoche ist das ein weiterer Rückgang von 3,50 Euro.

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