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Schweinemarkt und Schweinepreise

Schweinepreise: VEZG-Preis unverändert – Aldi senkt Wurstpreise

Schweine
am Mittwoch, 10.06.2020 - 16:02 (Jetzt kommentieren)

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) lässt den Schweinepreis in der zweiten Juniwoche unverändert.

Der Grund: „Die Angebots- und Nachfrage-Verhältnisse auf dem deutschen Schlachtschweinemarkt entwickeln sich trotz des regional fehlenden Schlachtages weiterhin ausgeglichen. Unveränderte Preise sind in der neuen Schlachtwoche die Folge.“ Auch beim Fleischhandel gab es in den letzten Tagen kaum Veränderungen, berichtet die VEZG.

Die Fleischpreise sind weitgehend stabil. Allerdings haben die Nachfrageimpulse, die sich durch die Feiertage ergaben, zuletzt wieder etwas nachgelassen, heißt es weiter. Ein Grund ist nach Einschätzung der VEZG das zuletzt wieder etwas durchwachsenere Wetter.

Für die neue Woche gibt die VEZG ebenfalls einen positiven Ausblick: Das Angebot an Schweinen pendelt etwas zurück, heißt es. Und auch die Wetteraussichten sind wieder etwas freundlicher.

Aldi senkt die Wurstpreise

Filiale des Discounters Aldi Süd

Allerdings gibt es ein neues Problem: Aldi hat Ende vergangener Woche offenbar seine Wurstpreise gesenkt. Andere Discounter – wie Lidl – ziehen nach. Die Senkung der Wurstpreise kommt aber nicht unerwartet. Schon im Mai hatten Aldi Nord und Aldi Süd angekündigt, die Fleischpreise senken zu wollen.

Die Lebensmittelzeitung (LZ) hatte berichtet, dass Aldi seine Lieferanten dazu angeschrieben hat und die bisherigen Ausschreibungsverfahren zugunsten „eines flexibleren Vorgehens“ ersetzen möchte. Als Grund nannte Aldi die großen Preisschwankungen am Schlachtschweinemarkt.

Bereits im Mai hatte die Ankündigung des Discounters massive Kritik ausgelöst. Aus diesem Grund verzichtet Aldi offenbar auch auf eine aktive Bewerbung der niedrigeren Preise. Auch bei Lidl wurden die Wurstpreise nach Angaben der LZ bereits gesenkt.

Notierung unverändert bei 1,66 Euro

schweine-preise-deutschland

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 11. Juni bis zum 17. Juni einen Schweinepreis von 1,66 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung sind die Preise damit unverändert. Die Preisspanne lag zwischen 1,66 Euro und 1,67 Euro je kg.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine wurde mit 225.100 Stück angegeben und war damit knapp 1 Prozent kleiner als in der Vorwoche, als 226.600 Schweine angemeldet wurden.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,6 kg gemeldet. Das ist ein leichtes Minus von 0,1 kg zur Vorwoche.

Ferkelpreise bleiben unverändert

Die Lage am deutschen Ferkelmarkt entwickelt sich fortgesetzt ausgeglichen. Stabile Ferkelpreise sind in der laufenden 24. Woche die Folge, berichte die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 08.06. bis 14.06.2020 mit 55 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche hat sich der Preis damit nicht verändert.

Sauenpreise bleiben stabil

Die Lage am deutschen Markt für Schlachtsauen entwickelt sich weiter ausgeglichen, so dass auch fortgesetzt mit stabilen Preisen gerechnet werden kann, berichtet die VEZG. Für den Zeitraum vom 10. Juni bis zum 17. Juni 2020, wurde der Preis mit 0,91 Euro je kg SG angegeben.

Gegenüber der Woche hat sich der Durchschnittspreis damit nicht verändert. Die Preisspanne wurde mit 0,91 und 0,95 Euro/kg angegeben und damit vor allem am unteren Ende deutlich höher als in der vorigen Woche.

 

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