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Schweinepreise: VEZG-Preis unverändert – Markt extrem verunsichert

Mastschweine
am Mittwoch, 17.06.2020 - 16:26 (Jetzt kommentieren)

Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) lässt den Schweinepreis in der auch in der dritten Juniwoche unverändert.

Der Grund: „Angebot und Nachfrage stehen sich ausgeglichen gegenüber. Der Corona-Ausbruch in einem maßgeblichen Schlachtunternehmen führt allerdings zu Verunsicherung am Markt. Die Preise tendieren dennoch unverändert.“

Auch beim Fleischhandel gab es in den letzten Tagen kaum Veränderungen, berichtet die VEZG: Insgesamt ist die Stimmung weitestgehend stabil. Anpassungen nach unten – von minus 3 bis minus 4 Cent - wurden allerdings bei Nacken und Schultern vorgenommen. Die Nachfrage nach Grillartikeln nimmt bei durchwachsenem Wetter ab, was die Preise etwas belastet. Der gesamte Schlachtkörper wurde jedoch knapp unverändert zur Vorwoche vermarktet. Mit Blick auf die kommende Woche erwartet die VEZG stabile Tendenzen.

Allerdings ist der Markt wegen der Corona-Fälle bei Tönnis jedoch sehr verunsichert. Am gestrigen Dienstag hatte die Online-Börse der ISN um 2 Cent nachgegeben.

Tönnis fährt Schlachtung runter – andere übernehmen

Tönnies-Werk in Rheda-Wiedenbrück

Tönnies fährt seinen Schlachtbetrieb in Rheda-Wiedenbrück am Mittwoch Nachmittag vorübergehend herunter. Am Vormittag wurden bekannt, dass es 400 positive Test-Ergebnisse unter den Schlachthofmitarbeitern gibt.

Am Dienstag hatte man angekündigt, dass der Personaleinsatz in den betroffenen Bereichen der Zerlegung noch einmal signifikant verringert werden soll, um die innerbetrieblichen Abstände bei der Arbeit zu vergrößern.

Am Standort Rheda-Wiedenbrück werden wöchentlich ca. 140.000 Schweine geschlachtet. Die anzuliefernden Mengen lassen sich jedoch an andere Tönnies-Standorte umleiten, teilte Tönnis mit.

Auch andere Unternehmen werden helfen, so dass davon auszugehen ist, dass sich keine nennenswerten Mengen an Schlachtschweinen aufstauen.

Notierung dritte Woche bei 1,66 Euro

Die VEZG meldet für den Zeitraum vom 18. Juni bis zum 24. Juni einen Schweinepreis von 1,66 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung bleiben die Preise damit unverändert. Eine Preisspanne gab es diesmal nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine wurde mit 226.900 Stück angegeben und war damit knapp 3 Prozent größer als in der Vorwoche, als 221.300 Schweine angemeldet wurden. Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96,6 kg gemeldet. Das ist ein unveränderter Wert zur Vorwoche.

Ferkelpreise ebenfalls unverändert

Am deutschen Ferkelmarkt stehen sich Angebot und Nachfrage ausgeglichen gegenüber. Die Preise verbleiben in der laufenden Woche stabil auf der bisherigen Basis, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 15.06. bis 21.06.2020 mit 55 Euro je Stück angegeben. Gegenüber der Vorwoche hat sich der Preis damit nicht verändert.

Sauenpreise auch stabil

Die Marktverhältnisse sind zuletzt ausgeglichen, jedoch führen die begrenzten Zerlege-Kapazitäten zum Teil zu Problemen bei der Abnahme der Sauen. Die Preise entwickeln sich auf dem Niveau der Vorwoche unverändert, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 18. Juni bis zum 24. Juni 2020, wurde der Preis mit 0,91 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche hat sich der Durchschnittspreis damit nicht verändert. Die Preisspanne wurde mit 0,91 und 0,95 Euro/kg angegeben und damit vor allem am unteren Ende deutlich höher als in der vorigen Woche.

 

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