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Schweinemarkt

Schweineschlachtung: Neue Software für Auto-FOM-Klassifizierung

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Josef Koch, agrarheute
am
28.11.2017

In der ersten Dezemberwoche soll eine neue Software für die Auto-FOM III-Anlagen installiert werden. Eine Anpassung der Berechnungsformeln seie aber nicht nötig, heißt es.

Schweinehälften im Schlachthof

 Für die zur Klassifizierung von Schlachtschweinen in den meisten großen Schlachtbetrieben Deutschlands eingesetzten Auto-FOM III Anlagen hat die Herstellerfirma Frontmatec ein Software-Update entwickelt, wie der Bundesmarktverband für Vieh und Fleisch mitteilt. Die Installation des Updates ist für die Woche vom 4. bis 8. Dezember 2017 (49. Kalenderdwoche) geplant.

Das Update erfüllt Forderungen der Überwachungsbehörden und erleichtert die Bedienung der Anlage. Darüber hinaus wird eine systematische Überschätzung des Kotelettgewichts bzw. eine Unterschätzung des Bauchgewichts eliminiert, die bei ca. 3 Prozent der besonders typbetonten Schlachtschweinen auftritt. Alle anderen Schätzparameter und die behördlichen Prüfungen der Anlagen sind durch das Update nicht betroffen.

Formeln müssen nicht angepasst werden

Nach entsprechender Prüfung stellt das Max Rubner-Institut in Kulmbach fest, dass mit dem Software-Update die Schätzung des Muskelfleischanteils nicht betroffen ist und die Auswirkungen auf die Schätzung des Kotelett- und Bauchgewichts gering sind.

Eine Neuberechnung der entsprechenden Teilstückformeln zum Ermitteln des bezahlungsrelevanten Handelswertes der Schweineschlachtkörper erscheint aktuell nicht erforderlich.

Der Bundesmarktverband für Vieh und Fleisch hat sich in seiner letzten Ausschusssitzung mit Vertretern der Firma Frontmatec, des Max Rubner-Institutes Kulmbach sowie dem Deutschen Verband Neutraler Kontroll- und Klassifizierungsunternehmen intensiv mit diesem Software-Update beschäftigt. Der Ausschuss beurteilt das Softwareupdate als wichtig und sinnvoll und empfiehlt eine möglichst zeitgleiche Installation auf allen Auto-FOM III Anlagen.

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