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Fleischerzeugung

Schweineschlachtungen: Niedrigster Stand seit 11 Jahren

am Dienstag, 12.11.2019 - 09:16 (Jetzt kommentieren)

Die Schweineschlachtungen sind so niedrig wie seit 2018 nicht mehr. Auch Kühe haben die Bauern weniger geliefert. Dennoch gibt es mehr Rindfleisch.

In den ersten drei Quartalen 2019 sind in Deutschland weniger Schweine und Rinder ins Schlachthaus geliefert worden als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach vorläufigen Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) kamen von Januar bis September einschließlich Hausschlachtungen insgesamt 41,05 Mio. Schweine an den Haken. Das waren 1,33 Mio. Stück oder 3,2 Prozent weniger als in der Vorjahresperiode. Damit ist das Schlachtaufkommen in Deutschland auf den tiefsten Stand seit elf Jahren gefallen.

Der Rückgang war ausschließlich auf das geringere Angebot an heimischen Schlachtschweinen zurückzuführen. Von diesen wurden 38,48 Mio. geschlachtet und damit rund 1,44 Mio. Tiere oder 3,6 Prozent weniger als in der Vergleichsperiode. Demgegenüber hat die Verarbeitung von ausländischen Schlachtschweinen zugenommen, und zwar um gut 100.000 Stück oder 4,2 Prozent.

Aufgrund der etwas höheren Schlachtgewichte, die im Vorjahresvergleich um 400 g auf 94,68 kg/Tier zulegten, ging die Schweinefleischerzeugung gegenüber den ersten drei Quartalen 2018 „nur“ um 2,8 Prozent auf 1,33 Mio. t zurück. Auch dies war die geringste Menge seit 2008.

Deutlich weniger Kühe geschlachtet

Milchkühe-am-Futtertisch

Weniger stark rückläufig als bei den Schweinen war das Schlachtaufkommen bei den Rindern. Von Januar bis September wurden insgesamt 2,52 Mio. Rinder in den Schlachtunternehmen zerlegt. Das waren rund 13 700 Tiere oder 0,5 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Verantwortlich dafür war allein der Angebotsrückgang bei Kühen um vier Prozent auf 896.360 Tiere.

Die Zahl der angelieferten Bullen und Ochsen lag dagegen mit 945.100 Stück um 0,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.  Bei Färsen war ein Anstieg um 4,6 Prozent auf 427.070 Tiere zu verzeichnen, und bei Kälbern gab es ein Plus von einem Prozent auf 252.590 Stück.

Die Rindfleischerzeugung nahm trotz des Rückgangs der Schlachtzahl insgesamt um 1,4 Prozent auf fast 826.100 t zu. Der Grund dafür war, dass in allen Tierkategorien die Rinder mit einem höheren Gewicht ins Schlachthaus geliefert wurden, so die Wiesbadener Statistiker.

Mit Material von AgE
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