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Wann steigt endlich der Schweinepreis?

Schweinehälften
am Mittwoch, 10.11.2021 - 14:56 (Jetzt kommentieren)

Die VEZG-Notierung bleibt auch für die kommende Woche unverändert niedrig. Dabei hellt sich die Marktstimmung langsam auf.

Wieder nur 1,20 Euro je kg Schlachtgewicht (SG) – so lautet die unveränderte Preisempfehlung der Vereinigung der Erzeugergemeinschaften für Vieh und Fleisch (VEZG) für die Schlachtwoche bis zum 17. November. Dabei hatte die Lage am europäischen Schweinemarkt eigentlich eine leichte Verbesserung möglich erscheinen lassen.

Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter (ISN) berichtet von einer sich aufhellenden Stimmung. Die Marktlage sei stabil bei einer leichten Verbesserung der Fleischgeschäfte, so die ISN. Allerdings waren bei der jüngsten Auktion der Internet-Schweinebörse am Dienstag (9.11.) erneute keine Tiere verkauft worden. Ein deutliches Zeichen, dass Schweine von den Verarbeitern nicht gesucht werden. Die Schlachtkapazitäten sind aufgrund des Personalmangels weiter begrenzt.

Danish Crown führt Warteliste für neue Lieferanten ein

Ganz besonders angespannt ist die Lage in Dänemark. Dort kommen die Schlachthöfe nicht mehr mit dem Schlachten hinterher. Der größte Fleischverarbeiter des Landes, Danish Crown (DC), hat deshalb erneut eine Warteliste für neue Lieferanten eingeführt. Diese war schon 2020 zur Anwendung gekommen, als die Corona-Pandemie und Ausbrüche in mehreren Schlachtstätten für erhebliche Kapazitätsengpässe gesorgt hatten.

Zur Begründung verwies auf Danish Crown auf die Afrikanische Schweinepest (ASP) in Polen und Deutschland, die den Ferkelexport deutlich belastet. Um 6 Prozent oder rund 660.000 Stück ging der dänische Ferkelexport von Januar bis Ende September 2021 gegenüber der Vorjahresperiode zurück. Notgedrungen wurden die Tiere in Dänemark gemästet. Seit dem Sommer haben die Anlieferungen schlachtreifer Schweine deshalb zugenommen und für eine hohe Auslastung der Schlachtstrecken gesorgt.

Dänen wollen vor Weihnachten mehr schlachten

Allerdings bringen die Dänen die zusätzlichen Schweine aus eigener Erzeugung offenbar am Markt unter. Laut Danish Crown ist die Fleischnachfrage stabil. Einige Teilstücke werden inzwischen preislich wieder höher bewertet. Die Nachfrage aus Japan und Australien sei stetig.

Die traditionellen China-Artikel würden zu akzeptablen Preisen gehandelt, wenngleich die mengenmäßigen Exporte nach China gering bleiben. Vor Weihnachten sollen die Schlachtkapazitäten aufgestockt werden.

Die Preise in China steigen wieder

In den Niederlanden bewegt sich die Schlachtschweine-Notierung ähnlich wie in Deutschland seit nunmehr fünf Wochen seitwärts. Die Schlachtunternehmen beobachten dort einen besseren Verlauf der Fleischgeschäfte, berichtet das Fachmagazin boerderij. Bei einigen Teilstücken konnten Aufschläge erzielt werden. Allerdings ist das Lebendangebot in den Niederlanden weiter gut ausreichend. Hoffnungen werden in das Weihnachtsgeschäft und die zuletzt wieder gestiegenen Preise in China gesetzt.

Aus Frankreich berichtet die ISN von steigenden Schlachtgewichten. Die Notierung blieb allerdings stabil. Die Stimmung sei aufgrund der stetigen Verkäufe von frischem Schweinefleisch besser als noch vor einigen Wochen, so ein Marktteilnehmer.

In Spanien pendelte die Notierung marginal zurück auf 1,37 Euro/kg. Das zeigt nach Einschätzung der ISN, dass auch in Spanien der Trend zur Stabilisierung eingeläutet ist.

Ferkel kosten unverändert 18 Euro

Die Lage am deutschen Ferkelmarkt hat sich wenig verändert, so dass in der laufenden 44. Kalenderwoche mit gleichbleibenden Preisen gerechnet werden muss, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wurde für den Zeitraum vom 8. bis 14. November weiterhin nur mit 18 Euro je Stück angegeben. Das ist zur Vorwoche ein unverändert niedriger Preis.

Hier geht es zu den aktuellen Marktpreisen für Schweine.

Mit Material von VEZG, ISN
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