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Fleischexport

Südkorea öffnet Markt für Schweinefleisch und Geflügel aus der EU

Ein Imbissstand in Seoul, Südkorea
am Montag, 05.09.2022 - 15:10 (Jetzt kommentieren)

Südkorea lässt wieder Einfuhren von Schweinefleisch und Geflügel aus der EU zu. Das bedeutet bessere Aussichten für den deutschen Schweinefleischexport.

Ab sofort dürfen Schweinefleisch und Geflügel aus der EU wieder nach Südkorea eingeführt werden. Das gilt auch für Ware aus Deutschland. Darauf haben sich die EU-Kommission und die südkoreanische Regierung verständigt. Das bedeutet bessere Aussichten für deutsche Exporteure und eine bessere Verwertung des Schlachtkörpers, denn Südkorea kaufte in Deutschland vor allem Schweinebäuche.

Wie die EU-Generaldirektion Handel heute (5.9.) bekannt gab, erkennt Südkorea das europäische Regionalisierungsprinzip bei der Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) und der hochpathogenen Geflügelpest an. Die Kommission schätzt, dass damit in den nächsten Jahren wieder Exporte von Schweinefleisch und Geflügel aus der EU im Wert von über 1 Mrd Euro in das asiatische Land möglich sein werden.

Diese EU-Mitgliedstaaten dürfen Südkorea beliefern

Die Entscheidung der Republik Korea, die Beschränkungen für europäische Schweine- und Geflügelexporte aufzuheben, dürfte die Exportchancen für europäische Tierhalter erhöhen, die mit erheblichen Rückschlägen zu kämpfen haben, sagte EU-Handelskommissar Valdis Dombrovskis.

Die Freigabe gilt bei Schweinefleisch und Schweinefleischerzeugnisse für 14 EU-Mitgliedstaaten, darunter die großen Exportländer Deutschland, Dänemark, Niederlande und Spanien, aber auch Frankreich und Polen sowie Österreich. Bei Geflügel können die Lieferungen aus elf Mitgliedstaaten wieder aufgenommen werden, darunter Deutschland, die Niederlande, Polen, Frankreich und Belgien.

Südkorea war ein wichtiger Kunde der deutschen Fleischindustrie

Südkorea hatte im September 2020 sofort nach dem ersten Auftreten der ASP bei Wildschweinen in Deutschland einen Einfuhrstopp für deutsches Schweinefleisch verhängt. Die Preise für Schlachtschweine stürzten daraufhin steil in die Tiefe.

Im Jahr 2019, dem letzten Jahr ohne Einfuhrbeschränkungen, beliefen sich die deutschen Ausfuhren von Schweinefleisch nach Südkorea auf 284 Mio. Euro. Die asiatische Republik war damit nach China das zweitwichtigste Zielland für den Export von Schweinefleisch aus Deutschland außerhalb der EU. Im Jahr 2019 führte Südkorea nach Angaben des südkoreanischen Zolls aus Deutschland knapp 110.000 Tonnen Schweinefleisch ein, darunter knapp 67.000 Tonnen Schweinebauch.

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