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Schweinemarkt und Schweinepreise

Das Tauziehen um den Schweinepreis geht weiter

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am Mittwoch, 30.06.2021 - 16:10 (Jetzt kommentieren)

Während die Schlachter weiter versuchen die Schweinepreise zu drücken, kämpft die grüne Seite darum, das bisherige Niveau zu verteidigen.

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Und das scheint auch möglich. Fakt ist nämlich: Das Angebot an lebenden Schweinen ist weiter sehr klein – sogar noch kleiner als in Vorwoche. Und die Preise messen nun mal Knappheiten. Das wissen auch die Schlachter.

Deren Problem ist allerdings ein anderes. Nämlich: Die immer weiter fallenden Fleischpreise, am deutschen und am europäischen Binnenmarkt. Hier fehlt eindeutig der Export als Entlastung. Zudem hat die Fußball-Europameisterschaft nicht die erhofften Impulse für den Absatz gebracht. Wie denn auch – bei diesem Regen-Wetter (und diesen Ergebnissen).

Bei der gestrigen Internetauktion der ISN zeichnet sich indessen eine ähnliche Entwicklung ab, wie bei der VEZG-Notierung. Der Auktionspreis der ISN lag bei 1,54 Euro je kg Schlachtgewicht. Das war 1 Cent mehr als bei der vorigen Auktion am Freitag. Fast alle angebotenen Schweine fanden zudem auch einen Abnehmer.

Zur Lage am Fleischmarkt berichtet die  Vereinigung der Erzeugergemeinschaften: „Teilweise müssen weitere Zugeständnisse gemacht werden, was vor allem Schultern oder Nacken betraf. Teilweise wird zu deutlichen Abschlägen aber auch nicht mehr verkauft bzw. die Mengen reduziert. Für die kommende Woche deuten sich maximal stabile Spannen an.“

Die meisten Teilstücke haben diese Woche im Verkauf weitere 1 bis 8 Cent verloren, nachdem es in der vorigen Woche bereits um 5 bis 11 Cent nach unten ging.

Noch weniger und noch leichtere Schweine

"Seitens der maßgeblichen Schlachtunternehmen werden die Absatzgeschäfte mit Schweinefleisch weiterhin beklagt und man versucht weiterhin Druck auf die Preise auszuüben. Angesichts nur kleiner Angebotsmengen schlachtreifer Schweine bleibt es bei einem unveränderten Schlachtschweinepreis", berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 01. bis 07. Juli notiert die VEZG einen Schweinepreis von 1,48 Euro je Indexpunkt. Zur vorigen Notierung haben sich die Preise damit nicht verändert. Eine Preisspanne gab es ebenfalls nicht.

Die Menge der zur Vermarktung angemeldeten Schweine war noch etwas kleiner als in der Vorwoche und wird mit 201.000 angegeben.

Das durchschnittliche Schlachtgewicht wurde mit 96 kg gemeldet. Das ist im Vergleich zur Vorwoche ein sehr deutlicher Rückgang von 0,6 kg.

Ferkelpreise fangen sich wieder

Am deutschen Ferkelmarkt kann in der laufenden 26. Kalenderwoche mit wieder stabilisierten Preisen gerechnet werden, berichtet die VEZG.

Der Preis für 25-kg-Ferkel (200er Gruppe) wird für den Zeitraum vom 28. Juni bis 04. Juli mit 45 Euro je Stück angegeben. Das sind zur Vorwoche unveränderte Preise.

Schlachtsauen: Preise wie in der Vorwoche

Das nicht zu umfangreich ausfallende Angebot an Schlachtsauen wird vollständig nachgefragt. Die ausgeglichene Marktlage bedingt auch im weiteren Verlauf unveränderte Preise, berichtet die VEZG.

Für den Zeitraum vom 01. bis 07 Juli wurde der Preis mit 1,05 Euro je kg SG angegeben. Gegenüber der Woche davor wurde der Durchschnittspreis damit nicht verändert. Eine Preisspanne gab es nicht.

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