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Schweinemarkt und Schweinepreise

Tönnies fährt Schlachtung hoch – Schweinemarkt fängt sich

Schweine
am Dienstag, 21.07.2020 - 15:01 (Jetzt kommentieren)

Der Schweinemarkt scheint sich nach den dem Preissturz der letzten Wochen wieder zu stabilisieren.

Dabei dürfte die Nachricht über die Wiederaufnahme der Schlachtungen bei Tönnies den Markt gestützt haben. Insgesamt vier Wochen lang standen dort die Schlachtbänder still.

Inzwischen wurde sowohl die Schlachtung als auch die Zerlegung wieder hochgefahren. Allerdings mit reduzierter Kapazität. Die ISN berichtet, das zuletzt nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus den Niederlanden, Dänemark, Belgien und Österreich unveränderte Notierungen gemeldet wurden.

Der europäische Fleischmarkt ist jedoch weiter unter Druck. Zudem sind weiterhin einige europäische Schlachtunternehmen für den Export nach China gesperrt. Die auf der heutigen Internetauktion der ISN angebotenen Schweine fanden indessen erneut keinen Abnehmer. Das ist mittlerweile die sechste ISN-Auktion in Folge, ohne eine Verkaufsaktion bzw. ohne eine Preisfindung.

Tönnies passt Preismaske an höhere Schlachtgewichte an

Schweinehälften

Nach vier Wochen Produktionsstopp ist die Schlachtung von Tönnies wieder angelaufen. Das Unternehmen schlachtet jedoch mit reduzierter Kapazität, sodass die Schlachtgewichte weiter ansteigen werden. Deshalb wird die Abrechnungsmaske mit Wirkung zum 23.07.2020 nach dem Muskelfleischanteil angepasst. Der Gewichtskorridor wird insgesamt um 7 kg nach oben verschoben. Diese Anpassung gilt für die Schlachtstandorte Rheda-Wiedenbrück, Weißenfels sowie Sögel.

Bei der Abrechnung der Masteber wird Tönnies ebenfalls auf die erhöhten Schlachtgewichte reagieren und Masteberpartien mit einem durchschnittlichen Gewicht von >105 kg mit mindestens 0,940 Indexpunkte/kg auf Basis der Autofom-Daten bewerten. Zusätzlich zur Maskenerweiterung werden wir Tiere mit einem Schlachtgewicht von >120 kg mit einem Mindestpreis von 1,00 €/kg Schlachtgewicht abrechnen.

„Die Behörden haben uns nun die Perspektive gegeben, auch am Standort Rheda-Wiedenbrück wieder zu schlachten und die Kapazität stufenweise hochzufahren“, sagt Dr. Wilhelm Jaeger, Leiter der Abteilung Landwirtschaft.

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