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Schlachtindustrie

Westfleisch erzielt Rekordumsatz

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Josef Koch , agrarheute
am
13.04.2018

Die Westfleisch zeigt sich mit dem abgelaufenen Wirtschaftsjahr sehr zufrieden. Umsatz und Ergebnis kletterten nach oben.

Die Westfleich hat 2017 ihren Konzernumsatz um 11,4 Prozent auf 2,75 Mrd. Euro gesteigert. Dieses Allzeithoch sei auch mit den durchweg guten Rohstoffpreisen zu erklären, berichtet die ISN. Die Abschlagszahlungen der Versicherer als Schadensausgleich nach dem Brand in Paderborn spielen eine Rolle für das Plus im operativen Ergebnis, das um fast 16 Prozent auf 71,3 Mio. Euro anstieg.

Mit dem Konzernergebnis für das Jahr 2017 ist man bei der Westfleisch zufrieden. Das verkündete Finanzvorstand Carsten Schruck auf den Westfleisch-Tagen 2018 bei der Präsentation der vorläufigen Geschäftszahlen.

Mehr Schweine und Großvieh geschlachtet

Die Schlachtzahlen konnte die Genossenschaft entgegen dem Bundestrend 2017 steigern. Es wurden 8,26 Mio. Schweine inklusive Sauen geschlachtet, das sind 2,7 Prozent mehr als 2016.

Auch beim Großvieh steigerten sich die Schlachtungen, und zwar um 1,5 Prozent auf 424.000 Tiere. Der Gesamtabsatz Fleisch stieg um 2,7 Prozent auf 979.700 t. Spürbar zulegen konnten die Veredlungsbetriebe WestfalenLand und Gustoland. Sie verzeichneten im Bereich Convenience und SB-Frischfleisch ein Plus von 18 Prozent.

Rekordinvestitionen geplant

Zu Veränderungen kam es laut ISN im Auslandsgeschäft. Der Exportanteil bleibt mit 44 Prozent hoch. Dabei waren die Exporte in Drittländer, insbesondere China, um 4,8 Prozent rückläufig, während die Ausfuhren ins EU-Binnenland um 10,5 Prozent zulegten.

Erfolgreich seien diverse strategische Projekte, wie die Überarbeitung der Vertriebskonzepte im Bereich Schwein angepackt worden. Das Gemeinschaftsunternehmen WestCrown konnte beispielsweise die Sauen-Zerlegezahlen ausbauen.

Für die Zukunft plant Westfleisch Rekordinvestitionen. Der Brandschaden am Standort Paderborn sei abgewickelt und die Versicherungsgelder würden in die Modernisierung der bestehenden Standorte fließen. Detaillierte Informationen würden demnächst vorgelegt.

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