Login
Schweinepest

Westfleisch und Tönnies wollen 10.000 Wildschweine kaufen

Wildschweine auf Hänger
Thumbnail
Eva Eckinger, agrarheute
am
15.11.2018

Die Fleischkonzerne Westfleisch und Tönnies wollen Jägern in Nordrhein-Westfalen Schwarzwild abnehmen. So soll der Preisverfall auf dem Wildbretmarkt gestoppt und die Schweinepest weiter eingedämmt werden.

Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest landet immer mehr Wildbret auf dem Markt. So ist in der vergangenen Jagdsaison in Nordrhein-Westfalen eine Rekordstrecke von 66.000 Wildschweinen erlegt worden, wie der Landesjagdverband NRW meldet.

Damit verbunden ist jedoch auch ein Preisverfall. Um diesen aufzuhalten, wollen die Fleischkonzerne Tönnies und Westfleisch nun 10.000 Wildschweine kaufen, wie das Westfalen-Blatt berichtet.

Interesse der Fleischunternehmen: Schweinepest eindämmen

Durch die Massen an Wildbret auf dem Markt haben die Jäger zunehmend Probleme, das Fleisch zu vermarkten. Nun hätten Tönnies und Westfleisch den Jägern in NRW laut Westfalen-Blatt ihre Hilfe angeboten. Man wolle das Wildbret abnehmen, um so zu einer Stabilisierung der Preise beizutragen, meinte Tönnies­sprecher André Vielstädte gegenüber der Zeitung.

Darüber hinaus sei es ureigenes Interesse der Fleischunternehmen, die Ausbreitung der Schweinepest zu verhindern.

Jäger begrüßen Angebot der Fleischkonzerne

Tönnies gab laut Fachmagazin jagderleben an, dass keine Kampagnen mit Discountern gefahren werden sollen. Das Fleisch werde nicht verramscht. Auf Nachfrage der Redaktion von jagderleben wollte Tönnies keine näheren Details über die Bezahlung nennen. 

Die Jäger würden das Angebot begrüßen, so das Westfalen-Blatt weiter. Andreas Schneider, Sprecher des Landesjagdverbandes NRW, erklärte, dass viele Jäger schon nicht mehr wüssten, wohin mit dem Fleisch. Die Kühl- und Verarbeitungsräume seien voll.

Entscheidung über Abnahme der Wildschweine

Ob und wann es zu der Abnahme der Tiere durch Tönnies und Westfleisch kommt, soll in den kommenden Wochen entschieden werden, meldet das Westfalen Blatt.

Dafür bilde man einen Arbeitskreis aus Vertretern der Fleischkonzerne, des Landesjagdverbandes und des NRW-Umweltministeriums.

Mit Material von Westfalen Blatt, jagderleben

Besondere Schweinehaltung in China

schwarzes Schwein
Schweine-Gewächshaus
Gewächshäuser-China
Li Hailin
Auch interessant