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Meilensteine der Landtechnik Going Green

Holmer Terra Dos T4-30: Dieselverbrauch beim Roden senken

fb/nc
am
29.01.2016

Das zwölfreihige Rodeaggregat HR 12 von Holmer macht’s möglich: 85,6 ha in 24 Stunden roden. Die dlz-Redakteure testen die "Maschine des Jahres 2016" - den Terra Dos T4-30 mit HR 12. Die Ergebnisse im Überblick.

Bei dem Test interessierte die dlz-agrarmagazin-Redakteure insbesondere die Rodetechnik, denn die Grundmaschine selbst ist bereits seit 2013 auf dem Markt. Die HR-Serie von Holmer bekam Zuwachs: Neben sechs, acht und neun Reihen sind jetzt auch zwölf Reihen in einer Überfahrt möglich.

Die HR-Erntevorsätze sind modular aufgebaut und jede Reihe verfügt über einen eigenen Antrieb der Scharkörper. So lässt sich die Anzahl der Reihen erhöhen.

Technische Daten des Holmer Terra Dos T4-30

  • Motor: Mercedes Benz OM473LA
  • sechs Zylinder
  • Hubraum: 15,6 Liter
  • Leistung: 626 PS
  • Kraftstoff-/AdBlue-Tank: 1.200/90 l
  • Abgasnorm Tier 4 final
  • Antrieb: zwei angetriebene Achsen 
  • Leergewicht ohne Vorsatz: 23.700 kg
  • Gewicht HR-12: 7.020 kg
  • Länge: 12,94 m
  • Breite: 3,08 m
  • Höhe: 3,98 m
  • Überladehöhe: 4,50 m

EasyLift-Technik ist für kleinere Arbeitsbreiten

Die EasyLift-Technik ist bereits für kleinere Arbeitsbreiten erhältlich. Dabei berechnet ein Bordcomputer die Scheitelhöhe der Rüben und stellt das Rodeschar automatisch darauf ein. Die Messung erfolgt über ein Potentiometer pro Reihe am Nachköpfer. Während des Tests der dlz-Redakteure funktionierte das System einwandfrei.

Gerade in Fahrgassen sind demnach die unterschiedlichen Höheneinstellungen der Rodeschare deutlich sichtbar. Würden sich nur alle Rodeschare zusammen in der Höhe einstellen lassen, würde das zu Beschädigungen der Rüben (zu hoch) oder zu unnötiger Erdaufnahme (zu tief) führen. EasyLift regelt die Rodehöhe jetzt automatisch und entlastet dabei den Fahrer.

626 PS sitzen im Heck

Der Mercedes-Benz-Motor mit 626 PS sitzt im Heck. Mit AdBlue erreicht er die Abgasnorm Tier 4 final. 15,6 l Hubraum und ein maximales Drehmoment von 2.900 Nm bieten auch für den zwölfreihigen Erntevorsatz genug Reserven.

Die dlz-Redakteure sind meist mit einer Geschwindigkeit von 7,5 km/h gefahren. Beim Roden wählte das System EcoPower eine Drehzahl von 1.350 U/min. Beim Überladen während der Fahrt erhöhte es die Drehzahl auf 1.500 U/min. Durch das zwölfreihige Rodeaggregat steigt die Flächenleistung im Verhältnis zum Dieselverbrauch überproportional an, daher sinkt der Verbrauch pro Flächeneinheit.

Fazit der dlz-Redakteure

  • Rodequalität ist von der Vorsatzbreite unabhängig und auf gutem Niveau. Hier zahlen sich die Entwicklungen in der Tiefenführung der einzelnen Elemente des Erntevorsatzes aus.
  • niedriges Gewicht im Vergleich zur Vorgängermaschine
  • neue Bereifungsmöglichkeiten vergrößern die Aufstandsfläche
  • Motor erfüllt die aktuelle Abgasnorm und bietet genügend Leistungsreserven.
  • Breites Rodeaggregat. Im Vergleich zum weitverbreiteten Sechsreiher halbiert sich die Anzahl der Überfahrten.
  • Roder überrollt jetzt nicht mehr die komplette Fläche.
  • gestiegene Flächenleistung und mehr Effizienz 
  • Dieselverbrauch pro Fläche sinkt beachtlich.

 

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