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Meilensteine der Landtechnik Going Green

Praktikerbericht: Abschiebewagen als "Allzweckwaffe"

Fliegl Miststreuer
Lars Kuhlmann, LAND & Forst
am
20.11.2017

Landwirt Dag Hansen hat in diesem Jahr in einen Abschiebewagen investiert. Mit ihm ist er in der Getreide- und Maisernte gut aufgestellt. Doch der Wagen kann noch viel mehr, quasi ein "Alleskönner", berichtet der Praktiker.

Der sandige Lehmboden auf dem Betrieb von Dag Hansen (26) in Schleswig-Flensburg bringt mit 41 bis 53 Bodenpunkten gute Erträge. Die Schläge sind durchschnittlich 7,8 Hektar groß und liegen in gut fünf Kilometern um den Betrieb herum. Der landwirtschaftliche Familienbetrieb ist dabei in drei Einzelunternehmungen aufgeteilt: Einen Marktfruchtbetrieb mit einer bewirtschafteten Fläche von gut 420 Hektar sowie 265 Hektar in Dänemark, ein landtechnisches Lohnunternehmen und eine Biogasanlage.

Investition in Fliegl-Abschiebewagen ASW 271

Dadurch kann der Mais mit betriebseigenem Transport-LKW unter dem Strich günstiger nach Deutschland gefahren werden, als auf dem hiesigen Pachtmarkt die Kräfte auszureizen. In diesem Jahr haben Hansens in einen neuen Fliegl-Abschiebewagen ASW 271 investiert. Der mit hydraulisch verschiebbarer Tandemachse versehene Wagen hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 20 Tonnen. Er ist dabei vielseitig nutzbar, zum Beispiel als Transportanhänger in der Getreide- und Maisernte.

Der besondere Clou ist beim Einsatz als Häckselwagen in der Grasernte, dass das Erntegut, je nach Trockensubstanzgehalt, durch das Zurückfahren der Frontwand im Laderaum komprimiert werden kann und somit die Zuladung gesteigert werden kann.

Zusätzliches Streuwerk sorgt für gute Auslastung

Eine besonders gute Auslastung erfährt der Abschiebewagen durch die zusätzliche Montage des Streuwerks. Dag Hansen ist überzeugt: "Das Streubild auf zwölf Meter ist optimal." Selbst fester Boxenmist werde gut aufgelöst und gleichmäßig verteilt.

Mit einer Höhe von 3,35 m Oberkante Mulde ist allerdings für eine entsprechend hoch- und weitreichende Beladetechnik zu sorgen. Vom Beladefahrzeug aus ist der Laderaum des Abschiebewagens nicht einsehbar. "Ein Kompromiss, der etwas Übung erfordert", so Dag Hansen. Doch für ihn überwiegen klar die Vorteile der ressourcenschonenden Mehrfachnutzung.

Mit Schnecke zum Überladewagen

An den glatten Bordwänden bleiben durch die zurückfahrende Frontwand keine Rückstände zurück. Die Dosierung des Vorschubs gestaltet sich durch ein einfaches, elektronisches Stellrad in der Schlepperkabine simpel. Durchdacht ist auch der schnelle An- und Abbau des Heckstreuwerks. Mit der eingebauten Aufnahme für eine Palettengabel ist das Streuwerk schnell in Position gebracht. Eine Gelenkwelle ist unter dem Wagen bis nach hinten durchgebaut. Nach dem Verbinden der Hydraulik und dem Anziehen weniger Bolzen ist der Wagen als Dung-, Kompost, oder Kalkstreuer einsetzbar.

Hansens können sich auch vorstellen, in eine nach dem gleichen Prinzip montierbare Überladeschnecke zu investieren. Damit könnte der Abschiebewagen als Überladewagen die Schlagkraft in der Getreideernte erhöhen.

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