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Zuckerrübenroder von Holmer - Boden und Sprit sparend zum Weltrekord

dlv deutscher landwirtschaftsverlag
am
01.12.2015

Dass sich ein Weltrekord mit Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit unter einen Hut bringen lässt, hat der Landtechnikhersteller Holmer mit seinem Zuckerrübenroder Terra Dos T4-30 im Oktober 2015 bewiesen.

In Mecklenburg-Vorpommern erntete er innerhalb von 24 Stunden insgesamt 85,6 Hektar ab. Das ist neuer Weltrekord. Der Terra Dos T4-30 HR12 schaffte durchschnittlich 3,4 Hektar in der Stunde, vergleichbare Maschinen kommen auf 1,8 Hektar. Ebenso rekordverdächtig war sein Spritverbrauch mit nur 17 Litern pro Hektar, andernorts werden bis zu 32 Liter geschluckt.

Möglich macht die das Eco Power Motor- und Antriebsmanagement. Es sorgt für den optimalen Betriebspunkt des Motors bei bester Performance und gleichzeitig geringstem Spritverbrauch. Zusätzlich reduziert die automatische Einzelreihenführung Holmer EasyLift den Spritbedarf: Die Tiefenautomatik passt den Roderrahmen automatisch an den Bodenhorizont an. Das EasyLift regelt entsprechend der abgetasteten Rübenköpfen der Einzelreihe die notwendige Arbeitstiefe am Schar und kompensiert so Bodenunebenheiten wie Fahrgassen oder Senken und Schwankungen durch große, kleine, hoch- oder tiefstehende Rüben.

Den Terra Dos T4 gibt es mit verschiedenen Rodeaggregaten: sechs- neun- und zwölfreihig. Beim zwölfreihigen Vorsatz spart der Landwirt jede zweite Überfahrt, deshalb ist er besonders bodenschonend und wirtschaftlich. Mit ihm wurde der besagte Weltrekord aufgestellt.

Ein weiterer Grund für den deutlich geringeren Spritverbrauch des Terra Dos T4-30 liegt im reduzierten Eigengewicht. Da seine Macher viel Wert auf eine belastungsgerechte Konstruktion legen und ihn aus hochfestem Stahl fertigen, bringt er rund drei Tonnen weniger auf die Waage als die Konkurrenz. Diese Kombination hatte sich schon bei seinem Vorgänger, dem Terra Dos T4-40 bewährt, der 2014 zur Maschine des Jahres gewählt wurde. Damals setzte Holmer auch erstmals auf eine neue, bodenschonende Reifentechnologie.

Seinen ersten bodenschonenden Zuckerrübenroder Terra Dos T4 brachte Holmer 1996 auf den Markt. Durch das Knickgelenk im Hauptrahmen und den vier großen Rädern konnte der Hundegang, also das spurversetzte Fahren, realisiert werden.

Ein weiterer Zusatz, der den Spritverbrauch und den Verschleiß beim Terra Dos T4 senkt, ist der Kombi-Entblatter. Hier arbeiten 50 Gummiklöppel mit minimierter Drehzahl längs der Fahrtrichtung. Durch den verlängerten Bearbeitungsweg gibt es mehr Berührungspunkte, um das Blatt von der Rübe zu schlagen.

Holmer ist heute mit über 3.400 verkauften Rodern Weltmarktführer für selbstfahrende Zuckerrübenerntetechnik. Der Stammsitz liegt im bayerischen Eggmühl/Schierling, wo die Maschinen entwickelt, produziert und vertrieben werden. Dort begann 1973 auch die Firmengeschichte in einer kleinen Schmiede, als elf Landwirte Alfons Holmer mit dem Bau eines sechsreihigen Zuckerrübenvollernters beauftragten. 300.000 DM sollte die Maschine kosten. Seit 2013 ist Holmer Teil der Exel-Gruppe der französischen Familie Ballu.

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