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Kverneland – die Isobus-Company

Redaktion Meilensteine Going Green
am
09.01.2016

Effizienzsteigerung und Ressourcenschutz lassen sich in der Landwirtschaft nicht allein durch die „Hardware“ erreichen, dazu bedarf es auch des Einsatzes von Elektronik. Das hat Kverneland bereits in den 1980er Jahren erkannt. Inzwischen ist das Unternehmen Vorreiter auf dem Gebiet der Agrarelektronik.

Das seit 2012 zur japanischen Kubota-Gruppe gehörende Unternehmen wird auch die Isobus-Company genannt, denn kein anderer Hersteller hat so viele ISOBUS-fähige Maschinen wie Kverneland. Die Palette reicht von GPS-gesteuerten Drillmaschinen über Düngerstreuer bis Pflanzenschutzspritzen.

Der Grundstein für die Entwicklung der Agrarelektronik wurde 1984 mit der Gründung des Elekronik-Kompetenzzentrums in den Niederlanden gelegt, der Kverneland Group Mechatronics B.V. Bereits ein Jahr später meldete man ein Patent für serielle Kommunikationssysteme und CAN-Busse zwischen Traktor und Anbaugerät an - einem der grundlegenden Systeme für den heutigen ISOBUS Standard.

Anfang der 1990er Jahre legte die „International Organization for Standardization“ den Standard für die Kommunikation zwischen Traktor und Anbaugerät festgelegt, die Norm ISO-11783, auch ISOBUS genannt. Im Gegensatz zu früheren Normierungen sollte der ISOBUS ein offenes System sein, so dass Geräte verschiedener Hersteller untereinander kompatibel sind. Im Jahr 2002 gab die Kverneland Group ihr Patent frei, was die Entwicklung von ISOBUS und der gesamten Agrarelektronik beschleunigte.

  • Einen wichtigen Meilenstein stellte das im Jahr 2001 vorgestellte ISOBUS-Universalterminal „Tellus“ dar - eines der ersten herstellerübergreifenden Bedienterminals. Die Schnittstelle zwischen Anbaugerät, Traktor und Fahrer ist bis heute Grundlage für alle ISOBUS-basierten Agrarelektronikentwicklungen.
  • Mit dem Task Controller fand 2003 eine weitere Schnittstelle zwischen Farm Management System und der ISOBUS Gerätesteuerung Einzug. Im einfachsten Fall zur Dokumentation der Arbeit, aber auch zur automatischen Teilbreitenschaltung oder variablen Ausbringmengensteuerung für Pflanzenschutz-, Dünge- und Sätechnik.
  • Ein weiterer Meilenstein war die zweite Generation des Virtualterminals, der IsoMatch Tellus Universal-Terminal, der seit 2009 auf dem Markt ist. Mit Touchscreen und geteiltem Bildschirm bietet er dem Anwender viel Flexibilität.
  • 2015 stellte Kverneland mit dem IsoMatch Tellus GO Terminal eine günstige Einstiegsvariante vor.
  • Deutliche Fortschritte beim „Precision Farming“ spiegeln sich in der Software GEOcontrol wider. Mit ihr können Pflanzenschutz-, Düngemittel oder Saatgut präziser und sparsamer eingesetzt werden.
  • Eine der jüngsten Entwicklungen ist die 2014 vorgestellte GEOspread Technologie. Damit ist es erstmals möglich, bei einem mechanisch angetriebenen Zwei-Scheiben-Düngerstreuer manuell oder automatisch bis zu 24 Teilbreiten in max. 2 m Schritten schalten zu können.
  • Außerdem kam 2014 mit GEOseed ein System auf den Markt, mit dem die Saatkörner von Reihe zu Reihe synchronisiert zweidimensional abgelegt werden können, entweder im Dreiecks- oder im Blockverband.
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