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Michelin - der Premiumreifenhersteller

Redaktion Meilensteine Going Green
am
09.01.2016

Der Schutz einer intakten Bodenstruktur ist Voraussetzung für optimale Erträge und die Wirtschaftlichkeit im Feldbau. Bodenschonende Reifen spielen dabei eine wichtige Rolle. Das hat der Premium-Reifenhersteller Michelin schon früh erkannt und viel Zeit und Energie in die Entwicklung entsprechender Agrarreifen und Technologien investiert.

Michelin ist einer der größten Reifenhersteller der Welt. Das französische Unternehmen stellt Reifen für die verschiedensten Fahrzeuge her: Fahrräder, Autos, Lastwägen, Flugzeuge, Raumfähren und eben auch Landmaschinen. Dort gilt es seit Jahrzehnten als Vorreiter für bodenschonende Reifen.

Den ersten Meilenstein setzten Michelin und die heutige Konzerntochter Kleber in den 1970er beziehungsweise 80er Jahren mit der Einführung von Radialreifen in der Landwirtschaft. Der entscheidende Vorteil diese Reifens gegenüber dem Diagonalreifen ist eine um bis zu 30 Prozent größere Bodenkontaktfläche, wodurch weniger Verdichtungen entstehen und eine bessere Traktion gewährleistet ist.

Anfang der 90er Jahren führte Michelin mit dem XM 108 den ersten richtigen Breitreifen ein. Seine Vorteile liegen in der größeren Aufstandsfläche sowie dem größeren Luftvolumen, was in einem geringen Bodendruck und weniger Schadverdichtungen resultiert. Auch die Zugkraftübertragung konnte mit diesem Reifen deutlich gesteigert und damit der Kraftstoffverbrauch reduziert werden. 2006 löste der Multibib den XM 108 ab.

Für die Fahrt auf der Straße sollte der Luftdruck höher sein als auf dem Feld. Diesen Konflikt greift die UltraFlex-Technologie auf. Mit ihr kann sowohl im Feld als auch auf der Straße mit einem geringeren Luftdruck gefahren werden als bei anderen Reifen. Möglich macht dies eine spezielle Karkassenkonstruktion mit besonders strapazierfähigen Reifenflanken, die eine große Einfederungszone haben. 2004 stellte das Unternehmen mit dem Traktorreifen XeoBib erstmals die patentierte UltraFlex-Technologie vor. Seither folgten spezielle Baureihen für größere Traktoren, Pflanzenschutzspritzen und selbstfahrende Erntemaschinen sowie Implement-Reifen.

Michelin investiert viel in die Forschung und Entwicklung, in den Test-, Forschungs- und Technologiezentren arbeiten weltweit 3.600 Mitarbeiter. Das Budget beträgt 500 Millionen Euro pro Jahr. Besonders großen Wert legt das Unternehmen auf den Testeinsatz im Realbetrieb.

Darüber hinaus versucht Michelin seine Reifen effizient und klimaneutral zu produzieren. In Karlsruhe zum Beispiel wird öffentliche Fernwärme genutzt und für rund 80 Prozent der Reifenproduktion setzt man in der Vulkanisation die sogenannte Elektrokochung anstatt der energieaufwendigeren Dampfkochung ein. Mit diesen beiden Maßnahmen konnte der CO2-Ausstoß bereits um über 9.500 Tonnen, allein in Karlsruhe, reduziert werden. Auch das Recycling der Altreifen spielt bei Michelin eine wichtige Rolle.  Für ihre Verwertung wurde das Projekt „TREC“ (Tyre Recycling) ins Leben gerufen.

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