Biogas 2012 deutlich mehr Biogas eingespeist

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Bonn - Im letzten Jahr speisten die 108 Biomethaneinspeiseanlagen 50 Prozent mehr Biomethan in das Erdgasnetz als im Jahr zuvor. Das geht aus dem aktuellen Biogas-Monitoringbericht hervor.

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Bestehende Biomethananlagen erhalten Bestandsschutz.
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am Montag in Bonn ihren Biogas-Monitoringbericht für das Jahr 2013 veröffentlicht. Der Bericht weist für den Stichtag 31.12.2012 einen Bestand von 108 Biomethaneinspeiseanlagen in Deutschland aus. Diese 108 Biogasanlagen bereiten das produzierte Biogas zu Biomethan mit Erdgasqualität auf und speisen es direkt in das Erdgasnetz ein. Nach BNetzA-Angaben speisten im Jahr 2012 alle Biomethananlagen zusammen 413 Millionen Normkubikmeter Biomethan ins Gasnetz ein und damit rund 50 Prozent mehr als im Jahr 2011.
 
"Damit erzeugen die Biomethaneinspeiseanlagen mehr Biomethan als alle 98.000 aktuell zugelassenen Erdgasfahrzeuge in Deutschland verbrauchen", stellte Horst Seide, Präsident des Fachverbandes Biogas, fest.

Erdgasnetz ist Langzeitspeicher

Biomethan kann durch das Gasnetz nahezu an jeden Ort mit Gasanschluss transportiert werden. Gleichzeitig fungiert das Erdgasnetz als riesiger Langzeitspeicher für den erneuerbaren Energieträger Biomethan. "So ist Biomethan hervorragend geeignet, über die flexible Verstromung in Blockheizkraftwerken Systemdienstleistungen im Stromnetz zu erbringen, beispielsweise Regelenergie. Über das Gasnetz kommt Biomethan auch zur Erdgastankstelle und spart als erneuerbarer Kraftstoff im Erdgasauto Treibhausgase ein. Dies schützt das Klima", stellt Horst Seide dar.
 
Der Gesamtverbrauch an Erdgaskraftstoff habe im Jahr 2012 nach Angaben der erdgas mobil GmbH etwa 307 Millionen Normkubikmeter betragen. An 332 der 920 Erdgastankstellen in Deutschland tanken Autofahrer heute bereits einen Anteil Biomethan von zehn bis 25 Prozent, an 170 davon sogar 100 Prozent des erneuerbaren Biomethans.