Verdacht auf Veruntreuung 6 Mio. Euro: Oberlandesgericht bestätigt Urteil gegen Lothar Lampe

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Das Oberlandesgericht Celle hat das Urteil gegen den Ex-Landvolk-Vorsitzenden Lothar Lampe bestätigt. Die drei Beklagten sollen insgesamt 6 Mio. Euro wegen Untreue zurückzahlen.

Das Oberlandesgericht Celle hat am Mittwoch das Urteil gegen den ehemaligen Landvolk-Vorsitzenden Lothar Lampe bestätigt. Es geht um die Veruntreuung von Millionen aus der Kasse vom Landvolk Diepholz. Zusammen mit Lampe waren noch das Windenergie-Unternehmen Westwind sowie deren Geschäftsführer Gerard Meindertsma beklagt. Der neunte Zivilsenat am Oberlandesgericht Celle entschied am Mittwoch, dass für 3,41 von den insgesamt sechs Millionen Euro alle drei Beklagten gesamtschuldnerisch haften.

Das Verfahren läuft seit mehr als drei Jahren. Im Februar 2016 hatte das Landgericht Verden Lampe zu einer Zahlung von rund 7,5 Mio. Euro verurteilt.

Das Oberlandesgericht bestätigte mit dem Urteil die Vorwürfe in folgenden Fällen:

  • Zahlungen von 1,19 Mio. Euro an nicht autorisierten Spenden
  • Zahlungen von 2,075 Mio. Euro an nicht gerechtfertigten Beraterhonoraren
  • Zahlungen von 2,8 Mio. Euro an "unter Dritten", darunter Unternehmen an denen Lampe beteiligt war

Der Senat hat keine Revision zugelassen, das Urteil ist damit jedoch noch nicht rechtskräftig. Da eine Nichtzulassungsbeschwerde beim BGH eingereicht werden kann.

Hintergrund zum Fall Lampe

Im Juni 2013 wurden erstmals Vorwürfe laut, dass Lampe in seiner Funktion als Geschäftsführer der Landvolk Dienstleistungs GmbH Geld bei der Errichtung von Windparks veruntreut haben soll. Wie die Land und Forst berichtet, war zunächst nur von einer Million Euro die Rede. Ziemlich schnell stellte sich aber heraus, dass Lampe mit der Projekt- und Betreibergesellschaft Westwind mehr verband, als eine einfache Geschäftsbeziehung. "Lampe kassierte immer doppelt", beschrieb ein Prozessbeobachter das Vorgehen.

Zum einen verhandelte er mit Westwind den Windpark-Rahmenvertrag. Dabei flossen enorme Beraterhonorare. Zum anderen sicherte er sich selbst großzügige Anteile an den begehrten Windparks und profitierte von den Ausschüttungen.


Grün sticht: Die Top 10 der zugelassenen Traktoren 2016
  • Platz 1: John Deere Mit 5.222 (über alle Klassen) zugelassenen Traktoren bzw. einem Anteil von 18 Prozent belegt John Deere wie schon im Vorjahr den ersten Platz. "Vor dem Hintergrund der niedrigen Milchpreise und den insgesamt schwachen landwirtschaftlichen Einkommen war ein höherer Traktorabsatz nicht zu erwarten" beschreibt Dr. Olaf Turß, Geschäftsführer der deutschen Vertriebs- und Marketingorganisation John Deere Vertrieb.

    Welches Modell der Hirschen am beliebtesten ist, erfahren Sie ab dem 24. Februar in der Ausgabe 3/2017 des dlz agrarmagazins.

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  • Platz 2: Fendt 2016 wurden 4.602 Fendt-Traktoren zugelassen. Das entspricht einem Anteil von 16,0 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 17 Prozent, die ebenfalls für Platz 2 reichten. In welchen Regionen Fendt besonders beliebt ist, erfahren sie ebenfalls in der dlz 3/2017.

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  • Platz 3: Deutz-Fahr Nach diesen beiden großen Haien im Becken der Landtechnik-Hersteller, folgt nun ein Kopf-an-Kopf-Rennen im Bereich zwischen 2.000 und 3.000 Zulassungen. Platz 3 konnte sich hierbei Deutz-Fahr sichern mit 2.743 Zulassungen und 9,5 Prozent Marktanteil.

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  • Platz 4: Case IH und Steyr Im Joint Venture erreichen die beiden Marken Case IH und Steyr Platz 4 mit zusammen 2.391 Zulassungen und einem Marktanteil von 8,3 Prozent. Die beiden Marken überholten damit den Viertplatzierten von 2015, nämlich ...

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  • Platz 5: Claas ... Claas. Die Harsewinkler schafften es mit 2.048 Zulassungen nochmal in die Top 5 - und zwar haarscharf mit nur 27 Traktoren mehr als der Nächstplatzierte...

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  • Platz 6: Kubota ... Kubota mit 2.021 Einheiten bzw. einem Marktanteil von 7,0 Prozent. Der japanische Hersteller konnte im Vergleich zu 2015 einen Platz gutmachen und verzeichnete als einziger Hersteller unter den Top 10 mehr zugelassene Traktoren als 2015.

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  • Platz 7: New Holland Nach Grün, Rot und Orange fehlt noch die Farbe Blau: Die dritte Marke im Konzern CNH Industrial, New Holland, kann sich mit 1.970 Traktoren Platz 7 und einen Marktanteil von 6,9 Prozent sichern.

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  • Platz 8: Massey Ferguson Massey Ferguson hält sich mit 1.156 Zulassungen auf dem 8. Platz des Vorjahres. Weil insgesamt weniger Traktoren zugelassen wurden, konnte Massey Ferguson den Marktanteil sogar von 3,8 Prozent (2015) auf 4,0 steigern.

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  • Platz 9: Iseki Die Kleintraktoren von Iseki verhelfen dem japanischen Hersteller wie schon im Vorjahr in die Top 10. 851 Traktoren wurden vor allem im niedrigen PS-Bereich zugelassen.

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  • Platz 10: Valtra Erneut auf Platz 10 schaffen es die Finnen von Valtra mit 716 zugelassenen Einheiten und einem Marktanteil von 2,5 Prozent - immerhin 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr 2015.

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