Analyse AMI: Gentechnikfreie Milchproduktion steigt

Erschienen im Agrarmanager

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Gentechnikfrei erzeugte Milch hat in Deutschland 2016 im Vergleich zum Vorjahr um rund 50 % zugenommen. Das berichtet die AMI. Dieses Jahr ist mit einer weiteren deutlichen Steigerung zu rechnen.

Wie die Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) berichtet, ist 2016 die Produktion von gentechnikfreier Milch in Deutschland stark gestiegen. Für den AMI-Milchpreisvergleich 2016 seien rund 3,6 Mrd. kg gentechnikfreie Milch erfasst worden. Das entspreche rund 12 % der Gesamtproduktion und gut der Hälfte mehr als 2015. Berücksichtigt wurden nur solche Unternehmen, die gentechnikfreie Milch volle 12 Monate angeboten hatten.

Für 2017 geht die AMI von einer deutlich höheren gentechnikfreien Produktion aus, da viele Unternehmen mit Beginn dieses Jahres komplett auf diese Milchart umgestellt hätten.

Gentechnikfreier Milchpreis 2016 gesunken

Für konventionell erzeugte Milch gab der Preis laut des AMI-Milchpreisvergleichs im vergangenen Jahr um 2,6 Cent nach und erreichte im Bundesmittel ein Niveau von 26,80 Cent/kg. Jedoch war auch der Preis für gentechnikfrei erzeugte Milch deutlich geringer als 2015: Im Schnitt wurden 29,80 Cent/kg gezahlt.

Hauptgrund für die aktuell hohen Umstellungsraten auf gentechnikfreie Produktion sind laut AMI damit nicht Preisvorteile, sondern die Forderung des deutschen Einzelhandels nach solchen Erzeugnissen.

Rekord bei Bio-Milch

Die Preise für Bio-Milch konnten sich 2016 behaupten und stiegen entgegen dem Trend im konventionellen Milchsektor. Laut dem AMI-Milchpreisvergleich erhielten Bio-Erzeuger 48,72 Cent/kg, das waren 0,3 Cent mehr als 2015. Damit ist der Abstand gegenüber der konventionellen Milch mit rund 22 Cent/kg auf ein neues Rekordniveau gestiegen.


Mit Material von AMI

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