Wirtschaft Arla sucht 250 Millionen Kilogramm Biomilch

von , am

Die Biomolkerei Arla Foods ist auf der Suche nach neuen Biomilcherzeugern. Ab sofort können sich Interessenten melden. Zum 27. April wird auch der Biozuschlag erhöht.

Bild auf Agrarheute.com © krick/agrar-press Bild vergrößern
151.086.730 t verfügbare Quote verteilte sich im letzten Milchquotenjahr 2014/15 auf die EU-28.
Das bedeutet für Arla Foods, als aktuell größte Bio-Molkerei der Welt, dass in den kommenden beiden Jahren bis zu 250 Millionen Kilogramm mehr Biomilch für die Kern- und Wachstumsmärkte benötigt werden. Ab sofort können sich neben interessierten Genossenschaftsmitgliedern auch weitere Biomilcherzeuger bei Arla Foods melden.
 
 
 
 

Auch konventionell wirtschaftende Landwirte sind gefragt

Basierend auf der Marktanalyse für Bio-Rohmilch in Zentraleuropa (CCE) hat Arlas Geschäftsführung entschieden, den Bio-Zuschlag für seine Genossenschaftsmitglieder in CCE zum 27. April 2015 um zwei Eurocent anzuheben. Aktuell bekommt der Erzeuger einen Zuschlag von bis zu 13 Eurocent je Kilogramm auf den konventionellen Milchpreis.

Auch konventionell wirtschaftende Landwirte sind gefragt

Arlas stellvertretendem Geschäftsführer Povl Krogsgaard ist bewusst, dass eine Umstellung auf die Produktion von Bio-Milch keine kurzfristige Entscheidung ist, setzt aber dennoch auf interessierte Landwirte, die heute noch konventionelle Milch liefern. "Ganz konkret dauert es zwei Jahre, um von der konventionellen Milcherzeugung auf Bio-Produktion umzustellen. Das bedeutet für uns auch, dass wir bereits jetzt einen Beschaffungsprozess für neue Lieferanten in die Wege leiten müssen", so Krogsgaard weiter. Die Milch soll insbesondere aus Zentraleuropa (Deutschland, Niederlande, Belgien und Luxemburg), Dänemark und Schweden stammen. Die Mehrmengen können sowohl durch die Erweiterung der Produktion aktueller Genossenschaftsmitglieder, aber auch von neuen Lieferanten aus diesen Regionen kommen, die mit Arla einen entsprechenden Vertrag abschließen.