Pflanzenbau-Ratgeber Bormangel in Rüben: Frühzeitig düngen

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Hochertragsstandorte bei Rüben zeigen derzeit öfter Anzeichen von Bormangel. So erkennen Sie Mangelerscheinungen und das können Sie tun.

Wie der Informationsdienst Zuckerrübe (LIZ) meldet, kommt es vermehrt zu Bor-Mangelerscheinungen auf Rübenschlägen. Bormangel kann Herz- und Trockenfäule auslösen, welche die Erträge deutlich mindern. Nicht nur auf potenziellen Bor-Mangelstandorten sollte laut LIZ ab Reihenschluss eine Blattdüngung mit Bor erfolgen. "Mittlerweile zeigen auch vermehrt Hochertragsstandorte aufgrund stetig steigender Erträge erste Anzeichen von Bormangel."

Anzeichen von Bormangel:

  • Risse an Blättern und Blattstielen (perlschnurartig)
  • schwarze Herzblätter
  • Gelbfärbung der älteren Blätter
  • Fäulnis in der Mitte des Rübenkopfes

Das begünstigt Bormangel

  • geringe Verfügbarkeit aufgrund von Trockenheit
  • Festlegung durch hohen pH-Wert
  • geringe Bodenvorräte (Versorgungsstufe A, B)
  • hohe Erträge

Tipps zur Bordüngung

Da etwa zwei Drittel des Bors in der Jugendentwicklung der Rüben aufgenommen werden, muss eine Düngung früh bis Reihenschluss erfolgen. Der Nährstoff wird in Mangelsituationen nicht von älteren Blättern in jüngere verlagert. Spätere Maßnahmen (z.B. mit dem Fungizideinsatz) machen nur dann Sinn, wenn es aufgrund von Trockenheit zu einem starken Neuaustrieb kommt und diese jungen Blätter mit Bor versorgt werden müssen.

Durch eine Bor-Düngung von 500 bis 600 g/ha könne jetzt der Herz- und Trockenfäule vorgebeugt werden, so die Empfehlung des LIZ.


Blattkrankheiten bei Zuckerrüben
  • Der Pilzbefall führt bis zur vollständigen Mumifizierung des Rübenkörpers.
  • Die Zysten sind die weiblichen Älchen (Nematoden) nach der Begattung durch die Männchen. In ihren aufschwellenden Hinterleibern bilden sich die Eier mit den Larven.
  • Cercospora-Blattflecken sind rund und variieren farblich von leuchtend orange-braun bis grau-braun.
  • Das Innere eines Flecks wird grau und stirbt ab.
  • Bei starkem Befall gehen die Flecken ineinander über ...
  • ... und können sehr viel Blattfläche zerstören.
  • Bei frühem Befall kann der gesamte Blattapparat zerstört werden.
  • Unter dem Kopf ist der Rübenkörper durch den Befall von Rübenkopfälchen torfmullartig verfault.
  • Im August werden die Schäden durch den Befall mit Rübenkopfälchen sichtbar.
  • Die ersten Mehltaupusteln sind unscheinbar.
  • Bei einem starkem Befall ist das ganze Blatt weiß wie mit Mehl bepudert.
  • Ein Fächer an Befallsstufen kann sich bei der Bestandeskontrolle ergeben.
  • Bei stärkerem Druck und optimalen Witterungsbedingungen für den Pilz ist der gesamte Bestand betroffen.
  • Nematodenresistente Zwischenfrüchte reduzieren den Verseuchungsgrad erheblich - im Bild Gelbsenf. (Foto: Schlathölter)
  • Bei schweren Befallssituationen können die Ertragseinbußen beträchtlich sein und bis zu 45 % betragen.
  • Durch ständige Neubildung von Seitenwurzeln bildet sich ein Wurzelbart.
  • Bei der späten Rübenfäule welken die Blätter von innen nach außen.
  • Im Frühstadium zeigen sich dunkelbraune, trockenfaule Flecken am Rübenkörper.
  • Sekundärinfektionen kommen hinzu und verstärken die Fäulnis.
  • Ein stark mit Rübenrost befallenes Zuckerrübenblatt.
  • Bei näherem Hinschauen erkennt man kleine aufplatzende pockenartige Erhebungen auf dem Blatt.
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