Umwelt BW: Keine Tierversuche im Grundstudium

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Stuttgart - Das Land Baden-Württemberg ist auf dem Weg zu einem tierfreien Grundstudium in den Bachelorstudiengängen. Der Landestierschutzbeirat will zukünfig auf Tierversuche verzichten.

Der Landestierschutzbeirat für Tierschutz in Baden-Württemberg war sich in seiner letzten Sitzung im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz einig, dass es dringend geboten wäre, verstärkte Anstrengungen zur weiteren Reduzierung der Verwendung von Tieren in der wissenschaftlichen Lehre zu unternehmen. Auf Tierversuche im Sinne von § 7 Absatz 1 des Tierschutzgesetzes solle im Rahmen von Bachelor-Studiengängen verzichtet werden.

Ohne Nachteile für den Abschluss

Dem Wunsch von Studierenden, ein tierfreies Grundstudium absolvieren zu können, solle ohne Nachteile für den Studienabschluss entsprochen werden. Die Lehrstätten sollten besonders dafür Sorge tragen, dass dort, wo die Verwendung von Tieren in der Lehre noch nicht verzichtbar ist, keine Tiere speziell für diesen Zweck gezüchtet oder erworben werden, sondern, dass Tiere verwendet werden, die aus anderen Gründen getötet werden müssen, berichtet das Ministerium für Landliche Räume und Verbraucherschutz.
 
1991 wurde der Landesbeirat für Tierschutz beim Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg eingerichtet. Er berät das Ministerium in Tierschutzfragen.

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