Agritechnica-Neuheiten Claas stellt Neuheiten an Pressen vor

Claas Ballenpressen © Thomas Göggerle/dlz agrarmagazin Bild vergrößern
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Claas überarbeitet seine Rund- und Quaderballenpressen. Neu sind das Binden mit Mantelfolie statt Netz, die Wiegetechnik und eine einfache Raffer-Presse.

Neben Neuheiten bei den Traktoren (Arion 500/600 und Axion 900) sowie bei Schwadern und Mähwerken poliert Claas seine Ballenpressenflotte auf. Mit der neu entwickelten Press-Wickel-Kombination Rollant 400 Uniwrap entscheidet jetzt der Fahrer, wie er die Ballen bindet: konventionell mit Ballennetz oder mit einer Mantelfolie. Das ist zum ersten Mal bei Claas-Ballenpressen möglich. Der Wechsel zwischen den Bindearten erfolgt ohne Umbau.

Claas ermöglicht Mantel statt Netz für Silageballen

Um die Ballen mit 1,25 bis 1,35 m Durchmesser und einer Breite von 1,20 m zu binden, legt die Presse bis zu acht Lagen um den Ballen. Ein Vorteil: Die Mantelfolie ragt über die Ballenkanten und beim Einwickeln der Ballen auf dem Wickeltisch kann Stretchfolie eingespart werden. Sind die Ballen mit Folie statt mit Netz gebunden, ist die spätere Entsorgung des Verpackungsmaterials einfacher. Bisher müssen nämlich Netz und Folie getrennt entsorgt werden. Zusätzlich soll die Mantelfolie weniger Luft einschließen, was den Gärverlauf verbessert.

Einfache Claas-Rundballenpresse ohne Schneidwerk

Ab 80 PS Motorleistung reichen aus, um das neue Modell der Rollant-Familie anzutreiben. Die Rollant 620 fördert Heu oder Stroh mit einem einfachen Raffsystem in den Presskanal und dass, ohne zu schneiden. Ohne Schneidwerk soll weniger Staub entstehen - für Pferdeheu ein wichtiges Qualitätsmerkmal. Die Pick-up ist 1,85 m breit und mit der neuen schmaleren Deichsel besser einsehbar. Als Bindmittel sind Netz oder Garn möglich.

Wiegen, Leuchten und eine Schublade voll Messer

Claas rüstet seine Großpackenpressen Quadrant mit LED-Scheinwerfern an Raffer und Kanal aus. Eine integrierte Ballenwaage am Ende des Presskanals misst die Ballengewichte während der Fahrt (bis 20 km/h) mit einer Genauigkeit von plus/minus 5 Prozent. Über Telemetriemodul funkt die Presse Feuchtigkeit, Position und Gewicht der Ballen an den Hof-PC. Erträge, Feuchtigkeit und Anzahl der Ballen lassen sich so aufzeichnen und für die Abrechnung mit Kunden nutzen.

Für die kleinere Quadrant 4200 (Kanalmaß 1,20 m x 0,70 m) gibt es jetzt auch die Messerschublade wie bei den großen Quadrant 5200 und 5300 (Kanalmaß 1,20 m x 0,90 m). Das soll bis zu 45 Minuten Zeit einsparen und den Messerwechsel vereinfachen.


Claas-Pressen: Die Neuheiten in Bildern
  • Die Rollant 620 ist eine einfache Festkammerpresse ohne Schneidwerk. Bereits 80 PS sollen ausreichen, um mit ihr Heu- und Strohballen zu pressen.

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  • Mit einem einfachen Raffer fördert die Rollant 620 Heu oder Stroh in den Presskanal. Ohne Schneidwerk soll weniger Staub entstehen, dass vor allem für die Produktion von Pferdeheu interessant ist.

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  • Erstmals stattet Claas seine neue Press-Wickel-Kombination Uniwrap mit einer Mantelfolienbindung aus. Silageballen mit 1,25 bis 1,35 m Durchmesser sind möglich.

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  • Die Folienrolle wird seitlich hochgeschoben und dann eingelegt. Der Wechsel zwischen Folien- und Netzbindung soll ohne großen Aufwand funktionieren.

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  • In den größeren Schwestern der Quadrant-Baureihe verbaut Claas bereits die Messerschublade, die jetzt auch die Quadrant 4200 bekommt. Messerwechseln und -reinigen soll dadurch nur noch 15 Minuten statt einer Stunde dauern.

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  • Für Einsätze bei Nacht und eine bessere Sicht sind die Quadrant-Pressen 4200, 5200 und 5300 jetzt mit LED-Arbeitsscheinwerfern an Deichsel, Schwungrad, Raffer und am Presskanal ausgestattet.

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  • Außerdem können die 4200-, 5200- und 5300-Modelle jetzt Ballen auf der Schurre während der Fahrt wiegen und die Feuchtigkeit messen. Das soll bis 20 km/h möglich sein. Die Daten dienen dann zur Abrechnung und Ertragserfassung.

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