Gammelfleisch Fleischskandal erschüttert Brasilien

Hackfleisch vom Rind © ah/agrarfoto.com Bild vergrößern
Symbolbild
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Der größte Fleischexporteur der Welt wird aktuell von einem Gammelfleischskandal erschüttert. Nun versucht Brasilien, die Importländer zu beruhigen.

Wie letzte Woche bekannt wurde, soll in Brasilien vergammeltes Fleisch in Umlauf gebracht worden sein. Bisher seien etwa 20 Personen im Zuge der Operation «Carne Fraca» (Schlechtes Fleisch) festgenommen worden.

Brasilien versucht als größter Fleischexporteur der Welt nun die Importländer zu beruhigen, berichtet die dpa. Auch für Verbraucher im Inland wurde ein erhöhtes Gesundheitsrisiko bestritten.

Gammelfleisch mit Haltbarem gemischt

Wie das Fachportal Schweizer Bauer meldet, habe man das Gammelfleisch mit chemischen Mitteln wieder ansehnlich gemacht und mit noch haltbarem Fleisch gemischt. Bei Razzien wurde mit Salmonellen belastetes Fleisch gefunden.

Betroffen ist auch der größte Fleischproduzent der Welt, JBS, so Schweizer Bauer weiter. Auch 33 Lebensmittelkontrolleure habe man bisher entlassen.

Illegale Praktiken: Brasilien versucht zu beruhigen

Brasiliens Regierung sieht im Skandal um Gammelfleisch jedoch keine größere Gefahr für die knapp 160 Importländer, berichtet die dpa. Von 4.837 - einem strengen Kontrollsystem unterworfenen - Produktionsstätten stünden nach bisherigen Ermittlungen 21 unter Verdacht, in die illegalen Praktiken verwickelt zu sein. Von diesen hätten aber lediglich sechs in den vergangenen 60 Tagen Fleisch exportiert, so die Regierung.

Fleischexport: 14 Milliarden Dollar jährlich

Das brasilianische Agrarministerium betonte, dass alle Produktionsstätten ausländischen Inspektoren offen stünden. Rund 1.100 Polizisten sind an den Ermittlungen beteiligt.

Brasilien ist der größte Fleischexporteur der Welt und liefert unter anderem nach Europa, in die USA und nach China große Mengen. Der Export bringt jedes Jahr über 14 Milliarden Dollar ein.


Mit Material von dpa, Schweizer Bauer

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